Nach der Freilassung Geisel berichtet über die Sahara-Odyssee
Nach einem halben Jahr in Gefangenschaft sind die 14 verbliebenen Sahara-Geiseln am Mittwochmorgen in Deutschland gelandet. Exklusiv in SPIEGEL TV berichtet der Befreite Rainer Bracht über die Hintergründe der Entführung und den Alltag in Gefangenschaft.
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"Die Entführer haben von Anfang an erklärt, Lösegeld in Millionenhöhe fordern zu wollen. Damit sollten umfangreiche Waffenkäufe finanziert werden", berichtet Bracht. Den Hitze-Tod der Augsburger Geisel Michaela Spitzer beschreibt er als besonders tragisch, da er nur wenige Stunden vor Erreichen der nächsten Wasserstelle erfolgt sei. Spitzer sei sehr geschwächt gewesen und hatte ihre Bewacher gebeten, ihr mehr Wasser als die zugeteilten zwei Liter pro Tag zu geben. Bracht: "Sie hat gefragt, aber es wurde ihr verweigert. Sie haben ihr gesagt: Das muss reichen für den Tag."
SPIEGEL TV über die dramatische Odyssee durch die Sahara.
SPENDENKONTO EINGERICHTET
Hilfe für Kinder der verstorbenen Geisel Michaela Spitzer
Die Stadt Augsburg hat ein Spendenkonto für die beiden minderjährigen Kinder der verstorbenen Geisel Michaela Spitzer eingerichtet. Die Mutter war geschieden und hatte das alleinige Sorgerecht für die zehn und 14 Jahre alten Töchter.
Spendenkonto:
Stadtsparkasse Augsburg
Kontonummer: 240349829
Bankleitzahl: 72050000
Stichwort: "Kinderhilfe"
SAHARA-GEISELN
"Wir waren nicht leichtsinnig"
Vorwürfe, sie seien selbst Schuld gewesen an ihrem Unglück, haben mehrere der in der Sahara befreiten Geiseln von sich gewiesen. Der Süden Algeriens habe als sicheres Reisegebiet gegolten. mehr...
LÖSEGELD
Erst zahlen, dann jagen
Die Bundesregierung will mit Hilfe Algeriens und der US-Behörden die Kidnapper der Sahara-Geiseln jagen lassen. Die Bundesanwaltschaft wird Haftbefehlsanträge stellen, um die Geiselnehmer weltweit zur Fahndung auszuschreiben. So soll verhindert werden, dass erneut Millionen Euro Lösegeld an Kriminelle gezahlt werden müssen. mehr...
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