Münchhausen-by-Proxy-Syndrom: Wenn Mütter ihre Kinder quälen - DER SPIEGEL
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Münchhausen-by-Proxy-Syndrom Wenn Mütter ihre Kinder quälen

Sie täuschen Erstickungsanfälle vor, brechen Knochen oder verabreichen gefährliche Medikamente: Mütter als Täterinnen, als Opfer ihre eigenen Kinder. Wenn Frauen am Münchhausen-by-Proxy-Syndrom leiden, schrecken sie vor Gewalt nicht zurück, nur um eines zu erreichen: Aufmerksamkeit.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Ärzte, Angehörige, Freunde sollen glauben, dass sie treu sorgende Mütter sind, die sich aufopfernd um ihre leidenden Kinder kümmern. Aber das Gegenteil ist der Fall. Die betroffenen Frauen sind es, die ihre Kinder absichtlich krank machen. So wie Anna F. Sie gab ihren Söhnen jahrelang Medikamente ohne Verordnung, bis sie überführt und zu einer mehrjährigen Haftstrafe verurteilt wurde. Ärzte und Polizei kommen den betroffenen Frauen oftmals nur sehr schwer auf die Spur. Die Täterinnen, die zwanghaft die liebevolle Mutter sein wollten, streiten die Vorwürfe ab. Die Opfer sind meistens zu jung, um auszusagen.

SPIEGEL TV-Reporterin Sanja Hardinghaus hat mit Betroffenen gesprochen.





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