Hintergründe zur Tragödie von Beslan: Rekonstruktion der Geiselnahme und des Fiaskos der Befreiung - DER SPIEGEL
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Hintergründe zur Tragödie von Beslan Rekonstruktion der Geiselnahme und des Fiaskos der Befreiung

Weitere Themen der Sendung: Braune auf dem Sprung ins Parlament - Bestandsaufnahme aus Sachsen eine Woche vor der Wahl; Blind Date mit zwei Mördern - Der grausame Tod des 15-jährigen Murat Y.; Mit Hip-Hop aalglatt in die Kurve - Die neue Ästhetik der Werbung
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Hintergründe zur Tragödie von Beslan: Rekonstruktion der Geiselnahme und des Fiaskos der Befreiung

Über eine Woche nach dem gewaltsamen Ende der Geiselnahme von Beslan fließen die offiziellen Informationen noch immer spärlich: Die russischen Behörden geben die Zahl der Toten mit 331 an, 90 davon sind immer noch nicht identifiziert. Angeblich überlebte nur einer der 32 Geiselnehmer. Ob diese Zahlen stimmen oder nicht, kann niemand überprüfen. SPIEGEL-TV-Reporterin Anna Sadovnikova sprach mit Überlebenden des Blutbades von Beslan über die Zeit der Geiselnahme in der Turnhalle, über das Verhalten der Entführer und über die gewaltsame Befreiungsaktion.

Lesen Sie auch: Hausbesuch bei mutmaßlichem Anführer der Terroristen


Braune auf dem Sprung ins Parlament: Bestandsaufnahme aus Sachsen eine Woche vor der Wahl

Zum ersten Mal seit Ende der sechziger Jahre steht die NPD vor dem Einzug in ein deutsches Landesparlament. Nach den Kommunalwahlen im Juni, bei denen die Partei in einzelnen Regionen über 20 Prozent erreichte, sagen Umfragen der vergangenen Woche den Rechtsextremen jetzt bis zu neun Prozent der Stimmen bei den anstehenden Wahlen in Sachsen voraus. Auf jeden Fall sieht alles danach aus, dass die Partei die 5-Prozent-Hürde klar überwinden wird. Die DVU, die seit 1999 im Potsdamer Landtag ist, wird für die zeitgleichen Wahlen in Brandenburg am 19. September auf 5 bis 6 Prozent geschätzt.

Hochburg der politisch aktiven Neonazis ist die Sächsische Schweiz. Hier agiert seit Jahren die mittlerweile verbotene und vom Verfassungssschutz beobachtete Skinhead-Organisation "SSS" - die Abkürzung steht für "Skinheads Sächsische Schweiz". SPIEGEL-TV berichtet über die dubiosen Verstrickungen von ehemaligen Mitgliedern der "SSS" mit den offiziellen NPD-Kandidaten und über einen Wahlkampf, in dem sich die NPD als eine ganz normale Partei mit ganz normalen Kandidaten - darunter Fahrlehrer, Ärzte und Handwerker - präsentiert.


Blind Date mit zwei Mördern: der grausame Tod des 15-jährigen Murat Y.

Nach der Festnahme der mutmaßlichen Mörder von Murat Y. fehlen den Beamten die Worte für das Verbrechen, gegen das sie ermitteln. "Die Fantasie reicht nicht aus, um sich auszumalen, was Menschen anderen antun können", so der Augsburger Oberstaatsanwalt Jürgen Kolb. Im Verhör hatten zwei Männer - ein 33-jähriger Schweizer und 41-jähriger Deutscher gestanden, den homosexuellen Schüler Murat Y. umgebracht zu haben. Die beiden Täter hatten ihr späteres Opfer im Internet kennengelernt, zu einem Treffen überredet und in eine Falle gelockt. Ein in Deutschland bislang einzigartiger Fall, der deutlich macht, wie finster die Schattenseiten des World Wide Web sein können. Nach Angaben der Polizei war Murat nicht ihr einziges Opfer. Wenige Tage vor der Tat sollen sich die beiden an einem noch unbekannten Anhalter vergriffen haben. Detlev Konnerth und Andreas Dieste über einen Fall, bei dem sich zwei Fremde virtuell im Chatroom treffen, um anschließend einen sehr realen Mord zu begehen.


Mit Hip-Hop aalglatt in die Kurve: die neue Ästhetik der Werbung

Achthundertsieben Millionen Euro investierte Sportartikelhersteller Adidas allein im letzten Jahr in Marketing und Promotion. Die Werbespots der Marke mit den drei Streifen haben mit der "Weißer-Waschen-Logik" der Fünfziger-Jahre-Werbung nichts mehr gemein. Der Adidas-Spot zur Europameisterschaft in Lissabon hat längst Kultstatus - und nebenbei ein Vermögen gekostet. Was unter anderem daran liegen könnte, dass die Protagonisten des Sekunden-Streifens Zinedine Zidane, David Beckham, Oliver Kahn und Markus Ballack heißen. Das Produkt selbst ist längst Nebensache geworden - bei Adidas wie bei VW. Es geht wie im Kino um große Gefühle und authentische Statements. Kerstin Mommsen hat sich in der Welt der Werber und Kreativen umgesehen.

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