Wasserschutzpolizei Brandenburg: Volle Kraft voraus! - DER SPIEGEL
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Wasserschutzpolizei Brandenburg Volle Kraft voraus!

Mit über 3500 Seen und 2600 Kilometern Flüssen und Kanälen ist Brandenburg das wasserreichste Bundesland und damit ein wahres Paradies für Freizeitkapitäne. Doch nicht immer verhalten sich die Sportbootfahrer nach Vorschrift.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Sie schippern mit ihren Motorjachten durch die Kanäle, streiten sich mit Ruderern und Seglern um die Vorfahrt und kämpfen um den besten Liegeplatz im Revier. Im Schilf hockt derweil die Polizei und tut ihre Pflicht.

Die Hauptaufgabe der Uniformierten liest sich im Beamtendeutsch ganz einfach: "Zu jeder Zeit die Leichtigkeit und Sicherheit auf allen schiffbaren Gewässern zu gewährleisten". Im Klartext: Sportboote und deren Besitzer werden im Sommer genauer unter die Lupe genommen, Kennzeichnung und Papiere überprüft, Geschwindigkeitsmessungen und Alkoholtests durchgeführt. Und das nicht nur zur Freude der Freizeitkapitäne.

Rund um die Uhr sind die Polizisten mit ihren blauweißen Schnellbooten im Einsatz. 12-Stunden-Schichten bei hochsommerlichen Temperaturen. Auf den Seen und Gewässern rund um Berlin haben die Beamten dabei besonders viel zu tun. Jedes Wochenende schippert eine ganze Armada von PS-starken Sportbooten über die Landesgrenze ins benachbarte Brandenburg. Manch einer glaubt, hier könne er seine 500.000-Mark-Jacht endlich mal richtig ausfahren. Doch es gibt ein kleines Problem: Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 25, bisweilen sogar nur 12 Kilometern in der Stunde. Der Hauptstädter trifft auf getarnte Beamte, ausgerüstet mit Hightech-Gerät.

Häufig werden die Raser von zivilen Booten aus überführt und anschließend mit dem Regelbruch konfrontiert. Wer nur zehn Stundenkilometer zu schnell fährt, muss mit 500 Mark Strafe rechnen. Ein teurer Spaß. Das Wochenende ist verdorben, verbale Entgleisungen der Bootseigner sind an der Tagesordnung. Noch schlimmer wird der Frust, wenn die Polizei ins Röhrchen blasen lässt. Nach Aussage der Beamten ist die Zahl alkoholisierter Schiffsführer im Vergleich zum Vorjahr um 100 Prozent gestiegen.

Mit einer bislang einmaligen Drehgenehmigung der Wasserschutzpolizei Brandenburg konnte SPIEGEL TV-Autor Mate Spörl die Beamten an mehreren Sommerwochenenden bei ihren Einsätzen rund um Berlin begleiten. Und auch Freizeitkapitäne gewährten ihm Einblicke in ihre schwimmenden Behausungen.





"WASCHPO" BRANDENBURG


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