Von Gurkenhobeln und Klobürsten: "Propagandisten" im Einsatz - DER SPIEGEL
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Von Gurkenhobeln und Klobürsten "Propagandisten" im Einsatz

Kaufhäuser, Wochen- und Jahrmärkte, manchmal auch nur der Fußgängerweg: das sind ihre Arbeitsplätze. Und sie verkaufen so gut wie alles: vom legendären Gemüsehobel, über Autopolitur, Bratpfannen und Staubsaugerdüsen, bis hin zur flexiblen Patent-Klobürste.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Propagandisten, neuerdings auch freie Fachverkäufer genannt, sind die Exoten der Marktwirtschaft. Ihre oft kabarettreifen Auftritte werden von den Kaufhäusern als umsatzfördernde Attraktion geschätzt. Manche sehen sich gar als Vortragskünstler besonderen Ranges, die quasi nebenbei auch noch Geld verdienen. Und doch sind sie alle Konkurrenten auf einem beispiellos harten Markt.

Als Kleinunternehmer kaufen sie ihre Ware häufig in den Billiglohnländern Südostasiens ein, Mitarbeiter auf Provisionsbasis bringen sie dann an den Mann. So touren sie mit Uhren, Kugelschreibern und Schmuck durch die Republik, sind manchmal jeden Tag an einem anderen Ort, immer nach der Devise: Verkaufen ist alles!

SPIEGEL TV Extra hat Propagandisten zwischen Hamburg und München bei der Arbeit beobachtet.


VERKAUFSFÖRDERUNG


Schlanke Linie und neue Diskretion

In "Szuggars Promotion Club" arbeiten weder Werbedamen noch Propagandistinnen, sondern professionelle Verkaufsförderer unter dem wohlklingenden Namen "Promoter". Mit einem Jahresumsatz von mehr als 1,5 Millionen Mark hat sich Unternehmensgründerin Tina Szuggar innerhalb kürzester Zeit ihren Platz auf dem hart umkämpften Dienstleistungsmarkt der Hauptstadt erobert. mehr...

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