Gerhard Schröder im Wahlkampf: "Wollt Ihr den oder mich?" - DER SPIEGEL
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Gerhard Schröder im Wahlkampf "Wollt Ihr den oder mich?"

Für Gerhard Schröder ist es der wohl schwerste Wahlkampf seines Lebens. Wenige Wochen vor der Wahl geriet die SPD in ein dramatisches Stimmungstief. Diverse Meinungsforschungsinstitute erklärten Herausforderer Edmund Stoiber bereits zum statistisch wahrscheinlichsten Sieger.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Britta Sandberg hat den Kanzler über Monate hinweg im Wahlkampf beobachtet: bei Großkundgebungen und Staatsempfängen, bei Betriebsbesichtigungen und Kulturveranstaltungen, in Talkshows und während der beiden TV-Duelle. Sie sprach mit Mitarbeitern, Freunden und Wegbegleitern über Schröders Art, zu regieren, den Kanzler im Wahlkampf und die privateren Seiten des Hannoveraners. Gesprächspartner waren unter anderem der Redenschreiber des Staatsoberhauptes, Schröders Fotograf, ein alter Freund aus der niedersächsischen Landeshauptstadt und natürlich die First Lady, Ehefrau Doris Schröder-Köpf.

Parallel dazu beobachtete die Autorin die wechselnde Stimmung bei den Strategen der SPD-Wahlkampfzentrale "Kampa 02" in Konferenzen und der täglichen Morgenlage, bei internen Besprechungen und Telefonkonferenzen.




GERHARD SCHRÖDER


"Einer aus dem Volk"


"Ich will da rein!" Das wusste Gerhard Schröder schon zu seinen Juso-Zeiten, als er nach einer Kneipentour am Zaun des Kanzleramtes rüttelte. Er hat es geschafft, sich "seinen Traum", wie er ihn mal in einem Interview nannte, zu erfüllen: Er ist Bundeskanzler geworden. Ob Schröder es jedoch über seine erste Regierungsperiode hinaus schafft, daran zweifeln derzeit die Wahlforscher. mehr...





WAHLKAMPF

Die Damen-Qual

Weil sich viele deutsche Wählerinnen noch nicht für einen Kandidaten entschieden haben, müssen deren Gattinnen Doris Schröder-Köpf und Karin Stoiber mit an die Medienfront. Parteistrategen beider Lager inszenieren die Auftritte nach US-Vorbild. mehr... 





SPIEGEL-ONLINE-SERIE


Die Versprechen des Gerhard Schröder


"Neun gute Gründe" nannte der Kanzlerkandidat Gerhard Schröder 1998 auf einer kleinen Wahlkampfkarte den Wählern dafür, die SPD zu wählen. SPIEGEL ONLINE hat die Karte aufbewahrt und beschreibt, was aus den Wahlversprechen wurde. mehr...





BÜCHER:

Jürgen Hogrefe:
"Gerhard Schröder. Ein Porträt"
Gebundene Ausgabe
Siedler-Verlag, München 2002
19,90 Euro


Günter Grass (Mitarbeiter), Detlef Gürtler (Hg.), Martina Wember (Illustrator):
"Gerhard Schröder - Was kommt. Was bleibt"
Ein Porträt in Gedanken und Zitaten
Lardon Verlag 2002
12 Euro


Sybille Krause-Burger:
"Wie Gerhard Schröder regiert"
Beobachtungen im Zentrum der Macht
Deutsche Verlagsanstalt 2000
16,40 Euro


Richard Meng:
"Der Medienkanzler"
Was bleibt vom System Schröder
Suhrkamp, Ffm. 2002
10 Euro


Reinhard Urschel:
"Gerhard Schröder. Eine Biografie"
Deutsche Verlagsanstalt, Stuttgart 2002
Gebundene Ausgabe
22 Euro