Das gefährliche Nadelöhr der Seeschifffahrt Zwischen Dover und Calais
Mehr als 400 Containerschiffe, Frachter, Tanker und Passagierschiffe aus aller Welt begegnen sich täglich hier auf ihrem Weg ins Mittelmeer, nach Südamerika oder Westafrika. Nicht immer verlaufen die Passagen glimpflich. Besondere Wind- und Gezeitenverhältnisse machen die Meerenge zu einer Herausforderung für jeden Navigator.
Hunderte Fähren zwischen der Normandie und der englischen Südküste kreuzen die Kurse der Berufsschifffahrt. Fischer und Hobbysegler bevölkern die Routen der Riesentanker und Supercarrier. Nur einer ausgefeilten Radarüberwachung ist es zu verdanken, dass es im Kanal statistisch nur noch dreimal jährlich zu Havarien und Kollisionen kommt.
Nicht nur Verkehr und Klima machen den Kanal zu einer besonderen europäischen Wasserstraße. Seine strategische Bedeutung spielte bei der Invasion 1944 eine entscheidende Rolle. Seine sportliche Bedeutung äußert sich in einer 125-jährigen Kanalschwimmer-Tradition.
Die berühmten Luftkissenboote von Hoverkraft haben 35 Jahre lang die Überfahrt aufs Festland zu einem Erlebnis gemacht. Und der 1994 eröffnete Eurotunnel verwirklichte eine Idee, an die bereits Napoleon geglaubt hatte.
Der Englische Kanal lebt vom internationalen Warenverkehr. Die größten Containerhäfen der Welt in Rotterdam und Southampton befinden sich an den Küsten des Ärmelkanals. Im modernen Warenaustausch gibt es heute kaum noch einen Gegenstand des täglichen Lebens, der nicht irgendwann einmal "zur See gefahren" ist.
SPIEGEL TV Special berichtet über das Leben auf dem Kanal.
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