Isomatten und Camping-Matratzen im Test: Da legst di nieder - DER SPIEGEL
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Isomatten im Test Da legst di nieder

Isomatten und Campingmatratzen sollen den Schlaf auch im Zelt bequem und erholsam machen. Klappt das wie versprochen? Wir haben verschiedene Modelle, von ultraleicht bis extraweich, getestet.
Harte Arbeit: Für diesen Test musste der Autor auf all diesen Matratzen herumliegen
Harte Arbeit: Für diesen Test musste der Autor auf all diesen Matratzen herumliegen

Harte Arbeit: Für diesen Test musste der Autor auf all diesen Matratzen herumliegen

Foto: Gerd Blank

Als ich das erste Mal im Zelt übernachtet habe, diente eine klassische Luftmatratze als Bett. Mein Vater hatte sie mit hochrotem Kopf aufgeblasen. So richtig bequem war das nicht, aber das hat mich als Kind nicht gestört. Zumal ich die Matratze tagsüber als Boot zweckentfremden konnte. Zum Glück hatten wir Flickzeug dabei, denn ein ums andere Mal sorgten Löcher für unfreiwillige Entlüftung.

Heutzutage erwartet man mehr Komfort und Qualität. Wer Campingtrips unternimmt, will auch im Zelt gut schlafen. Die Auswahl an Isomatten und Matratzen für Outdoorabenteuer ist groß. Während Wanderer und Fahrradcamper mit möglichst leichten und klein verpackten Matten unterwegs sind, packen Pkw-Zelter auch mal große Matratzen ein, die mehr Bequemlichkeit versprechen.

Bei der Wahl der Matten und Matratzen sollte man einen Blick auf den sogenannten R-Wert legen. Der gibt an, wie gut oder schlecht das Material die Wärme leitet . Je höher dieser Wert ist, desto besser ist die Dämmleistung. Will man die Matte nur im Sommer in warmen Gegenden nutzen, kann der Wert also ruhig niedriger sein, was sich meist günstig auf den Preis auswirkt. Soll die Matte dagegen auch bei niedrigen Temperaturen den Körper wärmen, ist ein hoher R-Wert wichtig. Der sorgt dann allerdings meist auch für mehr Gewicht und ein größeres Packmaß. Die Werteskala reicht von 1 für Camping im Sommer bis zu 6 für Expeditionen im Winter.

Fazit: das sind die besten Isomatten

Die Liegebedürfnisse unterscheiden sich von Camper zu Camper. Während ich auf hohe Bequemlichkeit Wert lege, wollen andere möglichst wenig Gewicht mit sich herumtragen. Zu guter Letzt ist häufig der Preis entscheidend. Mein Favorit in Sachen Schlafkomfort ist die LuxuryMap von Therm-a-rest. Wenn Gewicht und Packmaß wichtiger als der Preis sind, schläft man auf der Tensor von Nemo Equipment bestens. Camper mit kleinem Budget greifen fürs beste Preis-Leistungs-Verhältnis zur MT100 XL von Forclaz.

Diese Camping-Matratzen haben wir getestet:

  • Sea to Summit Camp Plus, UVP 100 Euro

  • Nordisk Vanna 2.5, UVP 90 Euro

  • Forclaz MT100 XL, UVP 45 Euro

  • Outwell Dreamboat Campervan Wide, UVP 300 Euro

  • Therma-a-rest LuxuryMap, UVP 190 Euro

  • Nemo Equipment Tensor, UVP 210 Euro

  • Klymit Insulated Static V Luxe SL, UVP 200 Euro

So haben wir getestet

  • Verarbeitung: Wie gut und robust ist das Material?

  • Aufbau: Wie schnell ist die Matratze liegebereit?

  • Transport: Wie gut oder schlecht lässt sie sich transportieren?

  • Komfort: Wie gut liegt man auf der Matratze?

  • Abbau: Wie schnell und einfach lässt sie sich wieder verstauen?

Sea to Summit Camp Plus

Foto: Gerd Blank

Die Camp Plus nutze ich seit ein paar Jahren. Sie sieht zwar inzwischen etwas abgewetzt aus, doch das widerstandsfähige Außenmaterial aus Polyester zeigt keine Ermüdungserscheinungen. Die Oberfläche ist etwas angeraut, wodurch ich im Schlafsack nicht so sehr darauf herumrutsche. An der Oberseite sieht und fühlt man Wölbungen, die wie Querstreben für Stabilität sorgen. Aufgeblasen ist die Camp Plus ist etwa 7,5 cm dick, die Füllung besteht aus Schaumstoff. Mit 880 Gramm ist sie nicht ultraleicht, aber noch gut transportierbar. Ich würde sie aufgrund von Packmaß und Gewicht wahrscheinlich eher nicht auf eine längere Fahrradtour oder Wanderung mitnehmen.

Am Kopfende befindet sich das Zweifachventil: Öffnet man den ersten Verschluss, strömt langsam Luft in die Matratze. Am besten lässt man die Matratze nun ein paar Minuten mit geöffnetem Ventil liegen, damit sich der Schaumstoff entfalten kann. Dann bläst man für die Restfüllung noch ein paar Atemstöße ins Ventil. Achtung: Die Matratze sollte nicht prall gefüllt sein, sondern sich noch etwas mit der Hand eindrücken lassen. Um etwas Luft abzulassen, muss das obere Ventil mittig gedrückt werden. Mit einem R-Wert von 4,3 kann man die Camp Plus zu jeder Jahreszeit nutzen. Durch die Dicke der Matratze wird die Bodenkälte gut abgehalten. Stimmt die Luftmenge, sinkt man etwas ein, liegt dadurch bequem auf der Matratze.

Zum Verstauen wird die Camp Plus bei geöffnetem Ventil einmal längs gefaltet und zusammengerollt. Dabei muss die Luft aus dem Schaumstoff gedrückt werden, was etwas anstrengend ist, aber insgesamt schnell geht. Anschließend kommt die Matratze in den Transportbeutel.

Transportbeutel der Camp Plus: Eher für Autocamper geeignet

Transportbeutel der Camp Plus: Eher für Autocamper geeignet

Foto: Gerd Blank

👍 Schneller Aufbau und gute Verarbeitung

👍 Hoher Liegekomfort

👍 Gute Wärmeisolierung

👎 Relativ großes Packmaß

👎 Nicht optimal für Wanderer oder Bike-Camper

👎 Zusammenpacken kann anstrengend sein

Fazit

Die Camp Plus ist robust und gut verarbeitet. Sie lässt sich schnell aufbauen und benötigt nur wenig Puste. Der Liegekomfort ist hoch, die Wärmeisolierung gut. Für Wanderer und Fahrradcamper ist das Packmaß etwas zu groß.

Nordisk Vanna 2.5

Foto: Gerd Blank

Die Vanna 2.5 ist 400 Gramm leicht, mit 2 cm sehr dünn und mehr Matte als Matratze. Der Stoff der Oberfläche besteht aus robust gewebtem Polyester und ist rutschfest. Die Matte ist mit einer von feinen Belüftungsrohren durchzogenen Schaumkonstruktion gefüllt. Zum Aufbau wird das Ventil aufgedreht, damit Luft einströmen kann. Mit ein paar zusätzlichen Atemzügen wird sie schließlich stabilisiert.

Die insgesamt schmale Matte ist oben breiter als im Fußbereich. Außerdem ist sie mit 183 Zentimetern für mich etwas zu kurz. Mich stört es aber kaum, dass meine Füße etwas über die Kante ragen. Obwohl die Matte sehr dünn ist, bietet sie eine überrascht gute Polsterung. Nur wenn ich auf der Seite liege, drückt es ein wenig an der Schulter. Mit einem R-Wert von 2,3 handelt es sich um eine Matte für Temperaturen oberhalb des Gefrierpunktes.

Zum Verpacken wird das Ventil herausgezogen, damit die Luft entweichen kann. Nun die Matte mittig falten und von hinten aufrollen. Jetzt das Ventil schließen und die Matte im Beutel verstauen. Der ganze Vorgang ging schnell und mühelos.

Nordisk-Packbeutel: Schnell und einfach verstaut

Nordisk-Packbeutel: Schnell und einfach verstaut

Foto: Gerd Blank

👍 Sehr leicht und geringes Packmaß

👍 Schneller Auf- und Abbau

👍 Angenehmes Liegegefühl

👎 Nicht optimal für große Menschen

👎 Nur für Sommercamper

👎 Bei Seitenschläfern drückt es an der Schulter

Fazit

Die kleine und dünne Matte benötigt auf Campingtrips kaum Platz, sie passt sogar ins Flaschenfach des Wanderrucksacks. Für große Menschen jedoch wird’s auf der Matte eng und im Winter kalt.

Forclaz MT100 XL

Foto: Gerd Blank

Die MT100 XL von Forclaz wiegt etwa ein Kilogramm, bietet mit einer Länge von 193 cm und einer Breite von 60 cm viel Platz. Die Matte ist mit Schaumstoff gefüllt und 2,5 cm hoch. Das Außenmaterial besteht zu gleichen Teilen aus Polyurethan und Polyester. An der Oberseite sorgen kleine Silikonteile für guten Grip. Die Matte lässt sich einfach aufbauen: Sobald das Ventil geöffnet ist, strömt Luft ins Innere. Nach einer Weile bläst man noch etwas Luft für die optimale Stabilität nach und verschließt das Ventil.

Mit einem R-Wert von 2,7 ist die Matte gut für Temperaturen oberhalb des Gefrierpunktes geeignet. Der verwendete Schaumstoff erlaubt es, dass Luft darin zirkulieren kann. Trotz der geringen Höhe bietet die Matte ordentlichen Komfort. Ich mag die Größe der Liegefläche, da meine Füße nicht über den Rand ragen. Sie ist breit genug, dass ich mich zur Seite drehen kann, ohne von der Matte zu rollen. Auf der Seite liegend drückt es aber nach einer Weile an der Schulter.

Zum Abbau wird das Rückschlagventil komplett geöffnet: Die Luft kann ausströmen, ohne dass dabei Luft zurück in die Matte strömt. Nun die Matte der Länge nach mittig falten, von hinten aufrollen und das Ventil schließen. Dieser Vorgang geht schnell und strengt nicht an.

👍 Große Liegefläche

👍 Günstiger Preis

👍 Guter Halt.

👎 Zu groß und schwer für Backpacking

👎 Nur für Sommercamper

👎 Bei Seitenschläfern drückt es an der Schulter

Fazit

Die große Liegefläche ist angenehm. Bei Temperaturen im Plusbereich bieten sie guten Komfort. Das relativ große Packmaß ist nicht ideal für Backpacking-Touren. Der günstige Preis tröstet darüber hinweg

Outwell Dreamboat Campervan Wide

Camperman mt Campervan-Matratze

Camperman mt Campervan-Matratze

Foto: Gerd Blank

Darf es ein bisschen mehr sein? Die Dreamboat-Matratze hat mit einer Liegefläche von 190 × 150 cm und einer Höhe von 7,5 cm Doppelbettmaße. Mit ihren vier Kilogramm und dem großen Packmaß eignet sie sich nur für jene, die mit dem Auto zum Camping fahren. Oder gleich mit dem Van: Wie die Namensergänzung Campervan verrät, wurde sie genau dafür entwickelt. Wer also einen Multivan fährt, der noch nicht zum Campingfahrzeug umgebaut wurde, kann sich mit der Dreamboat-Matratze einen komfortablen Schlafplatz einrichten. Sie passt genau auf die hinteren umgeklappten Sitze, oder man legt sie bei Leerfahrzeugen einfach auf den Boden. Natürlich kann man sie auch in einem Zelt nutzen. Die Ober- und Unterseite besteht aus recyceltem Polyester, die Oberfläche ist zusätzlich weich beschichtet. Im Inneren der Matratze steckt ein dicker Schaumstoffkern mit Aussparungen für die Luftzirkulation.

Der Aufbau ist trotz der Größe genauso einfach wie bei anderen Matratzen und Isomatten. Damit die Luft einströmt, müssen die beiden flachen Ventile am Kopfende geöffnet werden. Nach ein paar Minuten hat sich der Schaumkern ausreichend entfaltet. Nun ein Ventil schließen, ins andere Ventil hineinpusten oder per Luftpumpe füllen, bis die gewünschte Stabilität erreicht ist und das Ventil geschlossen werden kann. Eigentlich ist die Matratze für mich ein paar Zentimeter zu kurz, doch im Test habe ich davon nicht viel gemerkt. Ich wollte gar nicht mehr aufstehen – und mein Hund auch nicht. Mit einem R-Wert von etwa 3,5 kann man auch bei Minusgraden darauf schlafen, ohne sich zu verkühlen.

So komfortabel die Dreamboat auch sein mag: Es ist ein Albtraum, sie zu verstauen. Um die Luft aus der Matratze zu drücken, müssen die Ventile geöffnet werden. Da es sich nicht um Rückschlagventile handelt, strömt immer wieder Luft zurück, während man versucht, sie aufzurollen. Hat man es schließlich geschafft, wird die Matratze mit Klettbändern verzurrt. Nur: Es ist fast aussichtslos, sie wieder in den Schutzbeutel zu drücken. Aber nur fast. Nach etwa 15 Minuten quetschen, drücken und zerren habe ich es doch geschafft, sie in ihren Beutel zu pressen, der definitiv zu klein ist.

Presswurst XL: Der Beutel der Dreamboat-Matratze

Presswurst XL: Der Beutel der Dreamboat-Matratze

Foto: Gerd Blank

👍 Hervorragende Verarbeitung

👍 Hoher Liegekomfort auch bei Kälte

👍 Einfacher Aufbau

👎 Hohes Gewicht

👎 Relativ teuer

👎 Entlüften und Verpacken langwierig und anstrengend

Fazit

Die Dreamboat Campervan Wide bringt Schlafzimmergefühle ins Zelt oder in den Van. Bequemer kann man unterwegs kaum liegen – auch bei Minusgraden. Der hohe Preis ist sportlich, die viel zu kleine Tasche eine Frechheit.

Therm-a-Rest LuxuryMap Sleeping Pad

Foto: Gerd Blank

Viele Camper schwören auf die Isomatten von Therm-a-Rest, besonders wenn es um ultraleichte Matten für Extrembedingungen geht. Der US-Hersteller gilt als einer der Pioniere in diesem Segment, hat aber Produkte für alle Outdoorabenteuer im Sortiment. Die LuxuryMap Sleeping Pad ist für Camper gedacht, die komfortables Schlafen mit Glamping-Flair schätzen. Bei einem Gewicht ab 1,5 Kilogramm und einem großen Packmaß ist die Matratze nichts für Rucksackreisende. In ihrem Inneren steckt Polyurethan-Schaum, die Hülle besteht aus weichem Polyester. Zum Aufbauen wird das Einlassventil geöffnet, nach ein paar Minuten hat sich der Schaum entfaltet. Mit ein paar Luftstößen kommt die gewünschte Stabilität in die Matratze.

Mit einer Dicke von 7 cm und einem R-Wert von 6 lässt die Luftmatratze selbst bei sehr tiefen Temperaturen keine Kälte an den Allerwertesten. Für meine Körpergröße passt die Variante Large mit einer Länge von 196 cm perfekt, während die Standardversion 183 cm lang ist. Ob auf dem Rücken oder auf der Seite: Jede Liegeposition war im Test sehr angenehmen, es gab kein Druckgefühl an den Schultern. Die LuxuryMap ist so bequem, ich würde sie auch Gästen anbieten, die mich spontan Zuhause besuchen.

Um die Matratze zusammenzurollen, muss das Auslassventil geöffnet werden: Hier strömt die Luft nur aus, es kommt keine hinein. Die Matte wird vom Ende her aufgerollt. Ich hocke mich dafür mit den Knien auf die Mitte, um die Luft rauszudrücken, drehe ein paar Zentimeter weiter und arbeite mich so Stück für Stück vor. Das dauert ein wenig, ist aber nicht sonderlich anstrengend. Zum Schluss kommt die zusammengerollte Matratze in die großzügig bemessene Tragetasche.

LuxuryMap Sleeping Pad: Sehr bequem, aber zusammengepackt nicht sehr klein

LuxuryMap Sleeping Pad: Sehr bequem, aber zusammengepackt nicht sehr klein

Foto: Gerd Blank

👍 Sehr komfortabel

👍 Auch bei Frost warm

👍 Schneller Aufbau, unkomplizierter Abbau

👎 Relativ schwer und groß

👎 Nicht für Backpacking geeignet

Fazit

Die Therm-a-Rest eignet sich für Camping zu jeder Jahreszeit, auch bei Minusgraden. Sie ist robust und dennoch weich, bietet hohen Liegekomfort. Der Preis ist angemessen. Für Backpacker und Fahrradcamper eignet sie sich nicht.

Nemo Tensor Trail

Foto: Gerd Blank

Die Luftmatratze von Nemo hat keine Schaumstofffüllung, als Kältesperre dient ein Isoliermaterial, vergleichbar mit den metallischen Notfalldecken aus dem Verbandskasten. Die Hülle besteht aus Nylon, in das für mehr Stabilität ein symmetrisches Wabenmuster eingeschweißt wurde. Die Verarbeitung ist gut, durch die verwendeten Materialien gibt es bei jeder Bewegung den typischen Sound einer Luftmatratze – besonders in Verbindung mit einem Schlafsack. Sie wiegt gerade einmal 400 Gramm, durch das kleine Packmaß passt sie perfekt in die Rucksacktasche für Wasserflaschen.

Zum Aufpumpen wird der Pumpsack aus dem Set ins Zwei-Wege-Ventil der Matratze gesteckt. Am hinteren Ende des Sacks ist eine Öffnung, in die man leicht hineinpustet. Jetzt die Öffnung mit der Hand schließen, den Sack zusammendrücken und so die Luft in die Matratze pumpen. Etwa zehnmal musste ich den Vorgang wiederholen. Mit einer Höhe von etwa 8,5 cm und einem R-Wert von 2,8 ist sie vor allem für Sommercamping geeignet. Beim Komfort kann sie nicht mit den Modellen mit Schaumstofffüllung mithalten. Dennoch gefällt mir der Liegekomfort für eine fast klassische Luftmatratze sehr gut. Die Oberfläche ist allerdings etwas zu glatt, wodurch man im Schlafsack ein wenig rutscht.

Zur Entlüftung wird das Ventil komplett geöffnet. Sobald die Luft raus ist, werden die Außenseiten der Länge nach eingeklappt. Jetzt nur noch von hinten eng aufrollen, mit dem Klettband die Rolle sichern und schließlich im kleinen Packsack verstauen. Der ganze Vorgang dauert nur wenige Minuten.

Nemo Tensor Trail: Einfach mal die Luft rauslassen

Nemo Tensor Trail: Einfach mal die Luft rauslassen

Foto: Gerd Blank

👍 Sehr leicht und klein

👍 Praktischer Pumpsack

👍 Gute Verarbeitung und Liegekomfort

👎 Oberfläche hat keinen Grip

👎 Nur für Sommercamper

👎 Relativ teuer

Fazit

Die Tensor Trail ist ultraleicht, hat ein geringes Packmaß und ist relativ teuer. Besonders fürs Backpacking oder für Wandertouren ist sie gut geeignet. Der Liegekomfort ist zwar nicht perfekt, aber bei warmem Wetter ausreichend.

Klymit Insulated Static V Luxe SL

Foto: Gerd Blank

Die Matratze von Klymit sieht mit ihren schrägen Luftkammern aus, als hätte man eine Spargelcremesuppe in einem Beutel vakuumiert. Die besondere Struktur, Klymit nennt es V-Kammer-Konstruktion, ist aber kein optischer Gag, sondern sorgt für Stabilität. Die Hülle besteht aus Polyester, die matte Oberfläche bietet etwas Grip, damit Schlafsäcke nicht so sehr rutschen. Mit fast 800 Gramm ist die Static V zwar nicht ultraleicht, aber immer noch leicht genug fürs Backpacking. Mit einer Höhe von neun Zentimetern und einem R-Wert von 2,8 ist sie eher eine Matratze für sommerliche Campingtouren. Zum Aufbauen wird das Einlassventil geöffnet und kräftig hineingepustet. Ich benötigte für eine vollständige Füllung etwa zwölf kräftige Luftstöße.

Der Liegekomfort ist sehr gut. Die Luftkammern geben guten Halt, ganz gleich, ob ich auf der Seite oder auf dem Rücken liege. Mein Körper sucht automatisch die optimale Position. Wenn er sie gefunden hat, ist es fast wie ein Einrasten. Obwohl die Matratze keine Schaumstofffüllung hat, sorgt die innovative Bauweise für einen Bequemlichkeitseffekt: Der Körper sinkt zwar nicht ein, dafür aber in die Lücken zwischen den Luftkammern, was sich ähnlich anfühlt.

Zum Verstauen der Static V wird das Auslassventil geöffnet. Dann schlägt man die Seitenteile längs in Richtung Mitte ein und rollt die Matratze von hinten eng auf. In den Verstrebungen sammelt sich die Luft, man muss mehrmals ansetzen. Dennoch ist die Prozedur schnell und mühelos erledigt, und die Rolle kommt in den Transportbeutel.

Kymit-Matratze: Schnell klein gemacht

Kymit-Matratze: Schnell klein gemacht

Foto: Gerd Blank

👍 Leicht und klein

👍 Luftkammer-Struktur

👍 Hoher Liegekomfort für Seitenschläfer

👎 Relativ teuer

👎 Nur für Sommercamper

👎 Optisch gewöhnungsbedürftig

Fazit

Die Matratze mit der innovativen Luftkammerstruktur wiegt nicht viel und hat ein geringes Packmaß. Besonders Seitenschläfer freuen sich über den hohen Liegekomfort.