Villa Aurora in Los Angeles Wenn einem plötzlich das Land abhandenkommt In dem ehemaligen Haus des Exilschriftstellers Lion Feuchtwanger wird erlebbar, wie sich Vertreibung und Entwurzelung anfühlen könnten – ein neuerdings erstaunlich aktueller Gedanke. Ein Glück, dass die Villa 2025 haarscharf dem Feuer entkam. Aus Los Angeles berichtet Philipp Oehmke Zur Merkliste hinzufügen
Zum Tod von Helmut Lethen Denker zwischen den Fronten Er sorgte in den Neunzigerjahren mit seinem Buch »Verhaltenslehren der Kälte« für Furore. Später heiratete er eine Frau, die zu einer Stimme der Neuen Rechten wurde. Nun ist Helmut Lethen mit 87 Jahren gestorben. Zur Merkliste hinzufügen
Menschenrechtler und Globalisierungskritiker Schweizer Soziologe Jean Ziegler ist tot Er galt zeitlebens als Fürsprecher der Entmachteten und als streitbarer Gegner der Profitgier – und polarisierte damit. Nun ist der Soziologe, Autor und frühere Politiker Jean Ziegler gestorben. Zur Merkliste hinzufügen
Schauspielpremiere in Berlin Wichtiger Theatermerksatz: »Niveau ist keine Handcreme!« Der Regisseur Antú Romero Nunes ist berühmt und berüchtigt als entschlossener Humorist der deutschsprachigen Theaterwelt – und macht in Berlin aus dem Stück »Was ihr wollt« ein cleveres, herrlich lustiges Shakespeare-Fest. Von Wolfgang Höbel Zur Merkliste hinzufügen
Campino über seine Texte »Punk-Sänger sucht Band. Andreas, 0 21 04 - 7 10 35« Von »Die Bürgschaft« zu »Opel-Gang«: In seinem neuen Buch beschreibt der Sänger der Toten Hosen seine Liebe zur Gebrauchslyrik und seine Anfänge als Texter. Der SPIEGEL veröffentlicht einen Auszug. Zur Merkliste hinzufügen
Hannah Arendt in den USA Deutsche Butterkekse in Manhattan In der NS-Zeit flüchteten viele deutsche Intellektuelle in die USA, auch Hannah Arendt. Sie wurde in New York zum publizistischen Star, lud gern nachmittags zum Kaffee. Den Exilanten setzte sie mit einem Essay ein Denkmal. Von Felix Bohr Zur Merkliste hinzufügen
meinung •Kampfslogans der FDP Großmutter Courage und ihre Erfinder Eine Kolumne von Samira El Ouassil Die FDP vergleicht Marie-Agnes Strack-Zimmermann für die Europawahlkampagne mit einer von Bertolt Brecht erfundenen Kriegsbefürworterin. Hat die Partei das Drama jemals gelesen? Denn die Figur ist keine Heldin, sondern eine Warnung.
Neuinszenierung der »Dreigroschenoper« Und der Haifisch hat braune Zähne Aus dem Londoner Gangsterboss Mackie Messer wird ein ostdeutscher »Reichsbürger«: In Dresden inszenieren sie die »Dreigroschenoper« radikal neu, dichten sie um – und lassen nur die ikonischen Songzeilen unangetastet. Was sagen die notorisch strengen Brecht-Erben dazu? Von Wolfgang Höbel Zur Merkliste hinzufügen
Kommerzialisierung von Flohmärkten Tod der Trödler Deutschland ist ein riesiger Markt für Gebrauchtes. Bücher, Kleidung, Möbel – immer mehr Menschen kaufen secondhand. Doch mit Flohmarkt-Romantik hat das Business kaum noch etwas zu tun, zum Bedauern vieler Händler. Zur Merkliste hinzufügen
Was Merkel im Ruhestand tun könnte Rosen züchten wie Adenauer, golfen wie Trump, fremdgehen wie Mitterrand 16 Jahre Kanzlerin – und jetzt? Die Tage können lang werden, so ganz ohne Staatstermine. Wichtiger als was, ist jedoch, wie Angela Merkel es tun sollte. Ein paar Vorschläge von Jochen Schmidt Zur Merkliste hinzufügen
Mackie-Messer-Moritat Welthit mit Haifischzähnen "Und der Haifisch, der hat Zähne..." - mit der "Dreigroschenoper" schufen Bertolt Brecht und Kurt Weill 1928 ihren berühmtesten Gassenhauer. Dabei verdankten sie den Song wohl nur der Eitelkeit eines Schauspielers. Von Hans Hielscher Zur Merkliste hinzufügen
DDR-Hymne "Auferstanden aus Ruinen" Turbulenzen um ein deutsches Lied Die Melodie ersann Hanns Eisler an einem Vormittag, Johannes R. Bechers Text war bald nicht mehr tragbar, zur Wendezeit lebte das Lied wieder auf - die Nationalhymne der DDR hat eine lange Geschichte des Streits. Von Hans Hielscher Zur Merkliste hinzufügen
Misslungener Brecht-Zweiteiler Dichter, Denker, Schwein Brecht und #MeToo: Heinrich Breloers Zweiteiler sollte das große Porträt eines großen Intellektuellen werden - herausgekommen ist ein wackliges TV-Stück über einen eitlen Geck und ewiggeilen Dichterfürsten. Von Wolfgang Höbel Zur Merkliste hinzufügen
Peaches mischt Brecht auf Rudelbums statt Klassenkampf Der kanadische Performance-Star Peaches ist im Stuttgarter Schauspiel "Die sieben Todsünden" Teil eines Crossover-Spektakels - das Gott wohl fluchtartig verlassen hätte, wie Von Bernd Noack Zur Merkliste hinzufügen
Übersetzer Eric Bentley "Brecht witterte überall Sabotage und Nazis" Deutsche Exilanten bildeten einst eine US-Künstlerkolonie. Und gerieten bald ins Visier der Kommunistenjäger. Übersetzer Eric Bentley, begleitete Bertolt Brecht und Hanns Eisler durch harte Jahre. Von Eva C. Schweitzer Zur Merkliste hinzufügen
"Königin des Brecht-Theaters" Gisela May ist gestorben Mehr als 30 Jahre spielte sie am Berliner Ensemble: Gisela May machte sich als Brecht-Interpretin und Chansonsängerin einen Namen. Nun ist die Schauspielerin im Alter von 92 Jahren gestorben. Zur Merkliste hinzufügen
"Dreigroschenoper"-Premiere am Thalia Theater Pferd muss man haben! Remmidemmi, Klamauk und Nachdenklichkeit ließ der junge Regisseur Antú Romero Nunes über die Bühne rauschen, als er die "Dreigroschenoper" von Brecht in Hamburg einem Stresstest unterzog. Von Werner Theurich Zur Merkliste hinzufügen
Schauspielerin und Erbin Barbara Brecht-Schall ist tot Ihre Urteile waren bei Theatermachern gefürchtet: Als Haupterbin Bertolt Brechts entschied sie streng über alle Aufführungsrechte an den Stücken ihres Vaters. Jetzt ist die Schauspielerin Barbara Brecht-Schall im Alter von 84 Jahren gestorben. Zur Merkliste hinzufügen
"Dreigroschenoper" in Salzburg Und der Haifisch, der muss gähnen Scherenschnitte und weinrote Mieder - Julian Crouchs und Sven-Eric Bechtolfs Inszenierung von Brechts "Dreigroschenoper" bei den Salzburger Festspielen kommt daher wie ein nostalgisches Pop-up-Buch. Das Elend wird zur reinen Dekoration. Von Anke Dürr Zur Merkliste hinzufügen
S.P.O.N. - Fragen Sie Frau Sibylle Ich back' mir meinen Brecht Suhrkamp kämpft vor Gericht gegen Frank Castorfs Brecht-Inszenierung "Baal" - und alle regen sich auf. Weshalb eigentlich? Man malt ja auch keinen Picasso um. Von Sibylle Berg Zur Merkliste hinzufügen