Zensierte Literatur in Russland Ein Roman über schwule Pioniere? Das darf nicht sein Literatur galt lange als der am wenigsten eingeschränkte Kulturbereich Russlands. Heute werfen die Behörden Verlegern wegen eines queeren Jugendbuchs »Extremismus« vor. Die Branche flüchtet in die Selbstzensur. Von Alexander Chernyshev und Anastasia Trenkler Zur Merkliste hinzufügen
»Der Schneesturm« mit August Diehl Groteske im Gefrierschock Kirill Serebrennikow zeigt bei den Salzburger Festspielen »Der Schneesturm« nach einem ziemlich verrückten Science-Fiction-Roman. Ein Triumph, auch dank der beiden Hauptdarsteller Filipp Avdeev – und August Diehl. Aus Salzburg berichtet Wolfgang Höbel Zur Merkliste hinzufügen
meinung •Zensur in Russland Putins Angst vor der Literatur Eine Kolumne von Mikhail Zygar In Moskau kursieren Listen verbotener Schriftsteller. Darunter nicht nur russische Autoren, die die Ukraine-Invasion verurteilten, sondern auch Stephen King und J.K Rowling. Ihre Werke werden nicht verbrannt – aber recycelt.
Russland-Erzählungen Saufen, fluchen, peitschen Weil seine Bücher brutal, derb und systemkritisch sind, ist Wladimir Sorokin eine Kultfigur in Russland. Auch in den neuen Erzählungen "Der Zuckerkreml" entwirft er ein düsteres Bild seines Landes. Von Christoph Schröder Zur Merkliste hinzufügen
Interview mit Wladimir Sorokin "Es war schon immer gefährlich, ein russischer Schriftsteller zu sein" Der Schriftsteller Wladimir Sorokin, 48, gilt als provokanter Neuerer des russischen Romans. Mit SPIEGEL ONLINE sprach er über über die Mechanisierung der menschlichen Gefühlswelt und den Anbruch eines neuen politischen Winters in Russland. Zur Merkliste hinzufügen
Vladimir Sorokin Wunderdrogen fürs russische Gehirn Russlands Literaten üben sich in Antiutopien. In Vladimir Sorokins Roman "Der himmelblaue Speck" wird die gleichnamige Substanz aus Schriftsteller-Hirnen gewonnen. Die Wundermasse steht für russische Geisteskraft und ist Superdroge, Heilmittel und Parodie zugleich. Von Simone Kaempf Zur Merkliste hinzufügen
Lesen Wladimir Sorokin - "Norma" Norma läßt sich knusprig braten, pürieren und in der Suppe kochen. Frisch ist sie "weich wie Butter" und orange-bräunlich. Ältere Norma ist an den Rändern angetrocknet. Flüssige Norma trinkt man direkt aus der Packung. Man ißt sie unterwegs, nach einer Prügelei, nach dem Sex. Manchmal ist ein Knopf darin oder ein Haar. Von Sonja Zekri Zur Merkliste hinzufügen