Absatzkrise Deutsche Auto-Exporte brechen drastisch ein
Frankfurt am Main - Die Autobauer haben ihre Produktion im Dezember in Deutschland angesichts der Absatzkrise drastisch zurückgefahren, teilte der Verband der Automobilindustrie (VDA) am Dienstag in Frankfurt mit. Im letzten Monat des Jahres 2008 sanken Exporte sowie Herstellung um 22 Prozent. Im Gesamtjahr 2008 ging der Export laut VDA um vier Prozent auf rund 4,129 Millionen Pkw zurück. Die Produktion sank um drei Prozent auf rund 5,527 Millionen Einheiten.
VW-Produktion (in Wolfsburg): Rückgang der Neuzulassungen
Foto: DDPAuf dem inländischen Markt war der Rückgang dagegen weniger dramatisch: Die Neuzulassungen gingen im letzten Monat des Jahres 2008 um sieben Prozent auf 226.000 Fahrzeuge zurück. Dabei büßten deutsche Automarken vier Prozent ein, ausländische Hersteller verloren 14 Prozent.
Im Gesamtjahr gaben die Neuzulassungen in Deutschland um insgesamt zwei Prozent auf 3,09 Millionen Pkw nach. Für das kommende Jahr rechnet der VDA mit einem weiteren Rückgang auf 2,9 Millionen Neuzulassungen.
Die meisten Neuanmeldungen in Deutschland erzielte 2008 die Marke Volkswagen mit insgesamt 615.229 Autos und einem Marktanteil von 19,9 Prozent. Auf Platz zwei folgt Daimler mit Mercedes-Benz (und ohne Smart): Von dieser Marke wurden 2008 laut Kraftfahrt-Bundesamt insgesamt 327.965 Autos angemeldet (Marktanteil 10,6 Prozent). Auf Platz drei kommt BMW (einschließlich Mini) mit 284.767 Neuzulassungen (9,2 Prozent), Opel landet mit 258.274 Einheiten (8,4 Prozent) auf Platz vier, Audi mit 251.393 Fahrzeugen (8,1 Prozent) auf Platz fünf.
Weltweit leidet die Autoindustrie in Folge der Konjunkturkrise. Besonders drastisch brachen die Verkäufe in den USA, dem weltgrößten Automarkt, ein.