Aktienkurse: Dax setzt Talfahrt fort - DER SPIEGEL
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Aktienkurse Dax setzt Talfahrt fort

Der Börse in Frankfurt schwächelt weiter: Zum Handelsbeginn notierte der Dax im Minus und reagierte damit auf schlechten Vorgaben aus den USA und aus Asien. Die schlechte Stimmung in der Wirtschaft ließ die Kurse weiter einbrechen. Händler rechnen jedoch nicht mit allzu drastischen Verlusten.
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Frankfurt am Main - Das Leitbarometer der Deutschen Börse in Frankfurt am Main verlor nach Bekanntwerden des Ifo-Geschäftsklima-Index' um rund 1,8 Prozent undnotierte bei 3866 Punkten. Am Montag hatten die trüben Aussichten für die Konjunktur angesichts der weltweiten Wirtschafts- und Finanzkrise den Dax   erstmals seit mehr als vier Jahren unter die Marke von 4000 Punkten gedrückt. Der Dax notierte zu Börsenschluss bei 3936,45 Punkten - knapp zwei Prozent unter dem Wert vom Freitag.

Zuvor waren auch die Börsenindizes an der Wall Street in New York auf die tiefsten Stände seit Jahren gefallen: Der Leitindex Dow Jones   verlor 3,41 Prozent und schloss bei 7114,78 Punkten, dem niedrigsten Wert seit Mai 1997. Der Technologie-Index Nasdaq   fiel um 3,71 Prozent und lag bei Börsenschluss bei 1387,72 Punkten. Grund für die Nervosität an der New Yorker Börse ist vor allem die Sorge um den durch die Finanzkrise angeschlagenen Bankensektor. Infolge der Vorgaben aus den USA fielen auch die Kurse in Asien auf breiter Front.

Trotz schlechter Stimmung an den Märkten rechneten Börsianer in Frankfurt nicht mit allzu großen Verlusten. "Obwohl der Dax gestern unter die wichtige Marke von 4000 Punkten gerutscht ist, ist ein Ausverkauf derzeit nicht zu befürchten", sagte ein Händler. "Dazu sind die Umsatzvolumina zu gering. Der Markt leidet eher unter einem Käuferstreik."

Der Ifo-Geschäftsklima-Index gab eine überraschend schlechte Stimmung der Unternehmen wieder - Ökonomen hatten dagegen mit einer Aufhellung der Stimmung oder zumindest mit einem unveränderten Indexwert gerechnet. Er hätte sogar deutlich besser als erwartet ausfallen müssen, um dem Dax Auftrieb zu geben, hatte ein Händler gesagt.

Zu den größten vorbörslichen Verlierern zählten die Titel von Grammer. Die im Kleinwerte-Index SDax   gelisteten Papiere des Autobauers brachen im Geschäft des Handelshauses Lang & Schwarz um rund neun Prozent ein. Der Zulieferer hatte am Vorabend bekanntgegeben, er rechne wegen der Absatzkrise der Automobilindustrie für das erste Halbjahr 2009 mit einem Absatzeinbruch von bis zu 30 Prozent und einem operativen Verlust.

Ins Rampenlicht rückten außerdem die beiden Solarfirmen Q-Cells und Solon  . Während Q-Cells die Umsatzprognose erneut leicht zurücknahm, stellte Solon eine Anhebung der Unternehmensziele in Aussicht. Dennoch gehörte nicht nur Solon, sondern auch Q-Cells zu den wenigen vorbörslichen Gewinnern im Technologie-Index TecDax  .

Gefragt waren auch die Papiere von DIC Asset, die vorbörslich rund fünf Prozent zulegten. Die Immobilienfirma hatte für 2008 einen Gewinn von 25 Millionen Euro angekündigt.

kaz/dpa/Reuters/AFP