Aktienmarkt im Minus: TecDax bricht fast drei Prozent ein - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Aktienmarkt im Minus TecDax bricht fast drei Prozent ein

Der deutsche Aktienmarkt setzt seinen Abwärtstrend fort und geht mit einem Minus ins Wochenende. Besonders stark traf es den TecDax: Er brach um 2,9 Prozent auf 940 Punkte ein.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Frankfurt/Main - Im TecDax stand besonders Tele Atlas   unter Druck: Nachdem Kaufinteressent Garmin eine Offerte zurückzog, gab deren Kurs um ganze 9 Prozent nach. Er steht jetzt bei 29,34 Euro. Tele Atlas stellt digitale Karten für Navigationssysteme her.

Die Solartechnikfirma Solon   büßte 6,5 Prozent auf 75,99 Euro ein. Das Unternehmen hatte bekanntgegeben, sich mit einer Wandelanleihe frisches Geld zu besorgen. Das Biotechnologieunternehmen GPC Biotech   setzte den Abwärtstrend der vergangenen Tage fort und verlor erneut 4,1 Prozent; es steht bei 3,06 Euro.

Vier Werte warteten mit Gewinnen auf: Der Telekommunikations- und Internetdienstleister QSC   legte 4,4 Prozent auf 2,62 Euro zu; die Maschinenbaufirma Singulus   2,4 Prozent auf 8,22 Euro, das Medizin-, Sicherheits- und Tauchtechnik-Unternehmen Drägerwerk 2,2 Prozent auf 50 Euro und die Telefongesellschaft Versatel   1,6 Prozent auf 14,00 Euro.

Der Leitindex Dax   verlor 0,7 Prozent auf 7612 Punkte. Der MDax sank um 1,1 Prozent auf 9672 Zähler. Die Wall Street zeigte sich im frühen Handelsverlauf freundlich: Der Dow Jones   gewann bis gegen 17.45 Uhr MEZ 0,3 Prozent und steht jetzt bei 13.154 Punkten. Der Nasdaq Composite   legte 0,5 Prozent auf 2632 Zähler zu. Händlern zufolge belastete zeitweise der wieder über die Marke von 95 Dollar je Barrel gestiegene Ölpreis den Markt.

Der Euro wurde am Freitagabend mit 1,4635 Dollar gehandelt und zeigte sich damit deutlich fester; im Tagesverlauf war er zeitweise unter die 1,46-Dollar-Marke gerutscht. Die Europäische Zentralbank legte am Nachmittag einen Referenzkurs von 1,4651 Dollar fest. Die EZB prognostizierte keinen weiteren Anstieg. Derzeit fehle es der Gemeinschaftswährung an Kraft für einen weiteren Anstieg. Zunächst müsse die fulminante Bewegung der vergangenen Wochen konsolidiert werden, sagten Devisenhändler.

Stärkster Verlierer im Dax war Infineon  . Belastet durch mehrere negative Analystenstimmen ging es mit einem Minus von 10,4 Prozent auf 8,15 Euro aus dem Handel. Daimler   gab 2,5 Prozent auf 66,55 Euro ab, Hypo Real Estate   2,5 Prozent auf 36,52 Euro und Continental   ebenfalls 2,5 Prozent auf 90,92 Euro.

Der Kurs der Deutschen Postbank   profitierte von einer positiven Analystenstimme und zog 2,9 Prozent auf 52,69 Euro an. Die Metro   gewann 2,8 Prozent auf 64,19 Euro, nachdem Edeka und Tengelmann ihre Discounter Netto und Plus in ein Gemeinschaftsunternehmen einbringen. Händlern zufolge ist damit die Konsolidierungsfantasie im Einzelhandel neu angefacht worden. Deutliche Aufschläge von 2,7 Prozent auf 117,98 Euro verbuchte auch die Deutsche Börse.

In der zweiten Reihe verloren vor allem Kuka, das sich um 7,4 Prozent auf 27,57 Euro verbilligte, und Stada, das 6,3 Prozent auf 38,29 Euro verloren. Pfleiderer und Aareal Bank gaben jeweils mehr als vier Prozent ab. Dagegen zog Krones um 5,1 Prozent auf 57,00 Euro an. Lanxess gewann 4,2 Prozent auf 30,15 Euro und HeidelbergCement 2,8 Prozent auf 116,18 Euro.

ssu/ddp/dpa

Verwandte Artikel