Autobauer: Daimler hortet Milliarden für "sonstige Risiken" - DER SPIEGEL
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Autobauer Daimler hortet Milliarden für "sonstige Risiken"

DaimlerChrysler hat in den ersten neun Monaten überraschend hohe Rückstellungen gebildet. Angesichts der massiven Qualitätsprobleme, vor allem bei der japanischen Lkw-Tochter Fuso, machen die Rücklagen Sinn.
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Stuttgart - DaimlerChrysler   verwies am Mittwoch auf den bereits in der vergangenen Woche vorgelegten Bericht über das dritte Quartal. Darin sei der Posten "Rückstellungen für sonstige Risiken" seit Jahresbeginn von zuvor 1,8 Milliarden auf nun elf Milliarden Euro gestiegen.

Grund für die höheren Rückstellungen sind nach Angabe des Konzerns Wechselkursveränderungen, Änderungen des Konsolidierungskreises und eine Qualitätsoffensive bei Mercedes-Benz.

Erstmals sei auch der japanische Nutzfahrzeugherstellers Fuso, an dem DaimlerChrysler 65 Prozent hält, darin konsolidiert. Fuso hatte in den vergangenen Monaten durch zahlreiche Rückrufaktionen und Qualitätsmängel von sich Reden gemacht.

Teure Inspektionsoffensive

Unter dem Posten "andere Veränderungen von Produktgarantien, die in früheren Jahren gewährt wurden", ist auffällig, dass dort seit Jahresbeginn bis Ende September 572 Millionen Euro an Rückstellungen gebildet wurden. Im Jahr 2003 waren dort nach dem Zwischenbericht des Konzerns noch 41 Millionen Euro gebucht.

Unter anderem soll dieses Geld dafür verwendet werden, alle Fahrzeuge auf spezielle Probleme systematisch zu untersuchen, heißt es in einem Bericht der "Stuttgarter Nachrichten". Demnach will der Konzern Mercedes-Fahrzeuge, die in die Werkstatt gebracht werden, systematisch auf häufig auftauchende Probleme durchleuchten. Und zwar selbst dann, wenn das Problem bei dem betreffen Auto gar nicht aufgetreten sei. DaimlerChrysler verwies darauf, dass auch in dieser Summe das Thema Fuso mitspiele.