Bahn-Beschäftigungspakt: "Weit von einer Einigung entfernt" - DER SPIEGEL
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Bahn-Beschäftigungspakt "Weit von einer Einigung entfernt"

VW, Opel, Lufthansa – allerorten sprechen Management und Arbeitnehmer derzeit über Sparpakete. Die Deutsche Bahn macht keine Ausnahme. Und wie in der Privatwirtschaft gestalten sich die Verhandlungen auch bei dem Staatskonzern schwierig.
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Frankfurt am Main - Die Gespräche über ein neues Beschäftigungsbündnis bei der Deutschen Bahn sind am Montag vertagt worden. Bei den Konsultationen in Frankfurt am Main erklärte sich die Bahn aber nach Angaben der Gewerkschaft Transnet erstmals bereit, bis zum Jahr 2010 statt nur bis 2008 auf betriebsbedingte Kündigungen zu verzichten.

Die Verkehrsgewerkschaften Transnet und GDBA sowie die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) fordern für die rund 150.000 Angestellten den Kündigungsverzicht bis 2010. Der Vorstand besteht aber weiter auf einer Senkung der Arbeitskosten um zehn Prozent für die rund 150.000 Angestellten. Dies könnte auf eine Verlängerung der Arbeitszeit hinauslaufen. Die Gewerkschaften sind aber gegen Mehrarbeit. "Wir sind noch weit von einer Einigung entfernt", sagte entsprechend ein Transnet-Sprecher.

Unmittelbar vor Beginn der Gespräche hatte der Vorsitzende der Gewerkschaft Transnet, Norbert Hansen, mit Kampfmaßnahmen gedroht. Sollte es bei den Verhandlungen über ein Beschäftigungsbündnis nicht zu einer Annäherung kommen, seien Protestaktionen der Bahn-Mitarbeiter nicht auszuschließen, sagte Hansen gegenüber dem Inforadio rrb.

Das bisherige Beschäftigungsbündnis bei der Bahn endet zum Jahresende. Der eigentliche Gehaltstarifvertrag für die Bahn-Mitarbeiter läuft noch bis Ende Februar kommenden Jahres und ist nicht Gegenstand der gegenwärtigen Verhandlungen.