Börsen-Verluste: Dax rutscht - Commerzbank stürzt ab - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Börsen-Verluste Dax rutscht - Commerzbank stürzt ab

Wenn das ein Omen für die Woche ist, dann sieht es schlecht aus für Aktionäre: Der Dax verliert gleich zum Handelsauftakt anderthalb Prozent, keiner der 30 Titel hält sich im grünen Bereich. Besonders schlimm erwischt es die Commerzbank.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Hamburg/Tokio – Der Dax   gab zum Handelsauftakt um 1,5 Prozent auf 7764 Zähler nach. Continental  , Daimler  , Siemens  , Hypo Real Estate  und Infineon   verloren jeweils mehr als zwei Prozent. Die Commerzbank verlor sogar 5,12 Prozent auf 28,55 Euro. Institutschef Klaus-Peter Müller hatte eingeräumt, man habe die Risiken der US-Hypothekenkrise bisher unterschätzt.

Relativ gut behaupten konnten sich Fresenius Medical Care  , die Deutsche Telekom  , die Deutsche Post  und Henkel   - sie alle verloren weniger als 0,5 Prozent.

Für den MDax   mittelgroßer Werte ging es um 1,84 Prozent auf 10.258,73 Punkte nach unten. Hier schossen die Aktien von Techem   nach der Vorlage eines neuen Übernahmeangebots durch die australische Macquarie   Bank um 17,9 Prozent nach oben. Der TecDax   büßte 2,05 Prozent auf 969,49 Zähler ein.

Aktien von Volkswagen   büßten mit dem Markt 1,24 Prozent auf 175,30 Euro ein. Porsche will nach Informationen des Wochenmagazins "Focus" die zur endgültigen Machtübernahme bei VW noch fehlenden Aktienpakete erst in den nächsten Monaten erwerben und damit voraussichtlich nicht mehr in diesem Jahr.

Die Versorger zeigten sich relativ stabil - RWE  -Papiere gaben 0,26 Prozent auf 92,25 Euro ab, E.on  -Aktien verloren 0,67 Prozent auf 130,37 Euro.

Nikkei auf Vier-Wochen-Tief

Händler verwiesen auf die deutlich negativen Vorgaben aus Übersee als Hauptbelastung. Der Dow Jones hatte am Freitag nach Xetra-Schluss noch 126 Punkte verloren und ging nahe dem Tagestief sehr schwach aus dem Handel. Der Rekordstand des Ölpreises und durchwachsene Unternehmenszahlen hatten die Stimmung gedrückt.

Auch der Nikkei-225-Index schloss am Morgen mit minus 2,24 Prozent sehr schwach. Er erholte sich damit zwar deutlich von seinem Tagestief, lag bei Handelsende aber immer noch auf dem niedrigsten Niveau seit vier Wochen.

In Japan erlitten vor allem Titel von exportorientierten Unternehmen Verluste. Toyota  -Aktien gaben mehr als zwei Prozent nach. Nintendo-Titel verloren 3,7 Prozent. Kyocera  -Aktien rutschen besonders stark ab: um 4,7 Prozent. Hier trug auch der starke Yen, der Exporte in die USA verteuert, zum Kursverlust bei.

itz/dpa/dpa-AFX

Verwandte Artikel