Böse Überraschung - DER SPIEGEL
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POST Böse Überraschung

• aus DER SPIEGEL 50/2000
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Für Tausende Mitarbeiter der Deutschen Post AG wird das neue Jahr mit empfindlichen Lohneinbußen beginnen. Das geht aus dem neuen Tarifvertrag und den konkreten Lohnlisten hervor, die in diesen Tagen an die Beschäftigten verschickt werden. Danach müssen rund 30 000 Mitarbeiter, die in die Kategorie »befristete Beschäftigungsverhältnisse« fallen, Gehaltsabschläge von bis zu 28 Prozent hinnehmen. Den neuen Tarifvertrag hatte Post-Chef Klaus Zumwinkel mit der Deutschen Postgewerkschaft (DPG) im Vorfeld des Börsengangs ausgehandelt; er sollte nur für neue Bedienstete gelten, während die bisherigen Angestellten eine so genannte Besitzstandsgarantie erhielten. Wie sich nun herausstellt, fallen die rund 30 000 Beschäftigten, die ohnehin zu den Geringverdienern im Konzern gehören, nicht unter diese Regelung. Zahlreiche Betriebsräte wollen nun Protestaktionen starten. Dabei richtet sich ihr Zorn auch gegen die eigene Gewerkschaft. Weil die meisten Kleinverdiener nicht organisiert seien, so der Vorwurf, habe die DPG sie bei den Verhandlungen mit Zumwinkel zu Gunsten eines erfolgreichen Börsengangs durch den Rost fallen lassen.

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