HOLZMANN Brüssel lässt prüfen
Im Auftrag der EU-Kommission ermittelt die belgische Tochter der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft BDO, ob der Baukonzern Holzmann die zugesagte Staatshilfe von 250 Millionen Mark erhalten darf. Bundeskanzler Gerhard Schröder hatte vor einem Jahr dem angeschlagenen Konzern die Finanzspritze versprochen, doch Brüssel hat die Auszahlung bisher nicht genehmigt, weil dies möglicherweise eine unerlaubte Subvention sei: Holzmann sei entgegen den Aussagen des damaligen Managements nicht sanierungsfähig gewesen, weil die von dem gefeuerten Chef Heinrich Binder angeblich entdeckten Verluste von 2,4 Milliarden Mark keineswegs »vertuschte Altlasten« waren; vielmehr sind über 90 Prozent der Verluste erst 1999 entstanden. Ob Holzmann die 250 Millionen Mark erhält, hängt ab vom Ergebnis der belgischen Prüfer.