Einer Großen Koalition in Bonn steht bald nichts mehr im Wege - jedenfalls bei den Computern. Nach der CDU-Parteizentrale orderte letzten Monat auch die Bundesgeschäftsstelle der SPD ein Computer-System der US-Firma Wang. Die Sozialdemokraten verlangten ausdrücklich von Wang, das auch die elektronische Steuerung für die Cruise Missiles liefert, »genau so was, wie die CDU hat«. Die Amerikaner hatten sich mit dem 900 000 Mark teuren System gegen die einheimischen Konkurrenten Siemens und Nixdorf durchgesetzt und bei der CDU eine Anlage des Marktbeherrschers IBM abgelöst. Die Anlage kann vom Brief bis zum Parteiprogramm Texte verarbeiten und die Mitgliedskartei verwalten. Über Datenleitungen sind die Parteizentralen in den Ländern angeschlossen. Auch die Grünen sind mit einer kleineren Wang-Anlage nur für ihr Bonner Büro mit von der Partie. Das noch vom Ex-Fraktionssprecher Otto Schily angeschaffte Gerät steht derzeit freilich meist verwaist da: Die Frauen, die seit Anfang April die Grünen-Fraktion führen, weigern sich, an den Bildschirmen zu arbeiten. Die FDP droht den Anschluß zu verpassen - die Freidemokraten sind bisher ohne Computer.
Dieser Ausdruck wurde am 17.10.2026 erstellt und ist ausschließlich für den persönlichen Gebrauch lizenziert.
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