Deutsche-Bank-Zahlen: Ackermanns Sparkurs zeigt Wirkung - DER SPIEGEL
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Deutsche-Bank-Zahlen Ackermanns Sparkurs zeigt Wirkung

Die Deutsche Bank hat die jüngste Börsenflaute im operativen Geschäft deutlich zu spüren bekommen. Dennoch verdiente der Finanzkonzern in den vergangenen drei Monaten dank einer rückläufigen Risikovorsorge für faule Kredite und gesunkener Verwaltungskosten mehr als erwartet.
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Frankfurt am Main - Die Deutsche Bank   hat im dritten Quartal den Vorsteuergewinn im Jahresvergleich wegen niedriger Kosten um ein Drittel gesteigert und damit die Expertenerwartungen übertroffen. Wie der deutsche Branchenprimus am Freitag in Frankfurt am Main mitteilte, stieg der Gewinn vor Steuern gegenüber dem Vorjahr um rund 250 Millionen auf gut eine Milliarde Euro. Beobachter hatten mit einem Anstieg auf lediglich 880 Millionen Euro gerechnet. Nach Steuern kletterte der Gewinn nach Angaben der Bank von 576 Millionen Euro im Vorjahr auf 680 Millionen Euro.

Während auf der Ertragsseite der Zinsüberschuss und der Provisionsüberschuss sanken, legte die Bank beim Handelsergebnis deutlich zu. Zudem sank die Kreditrisikovorsorge von 174 Millionen Euro auf 83 Millionen Euro. Allerdings fielen die prozentualen Rückgänge im operativen Geschäft - also Eigenhandel, Provisions- und Zinsüberschuss - nicht so dramatisch aus wie bei einigen US-Konkurrenten.

Gut voran kommt Institutschef Josef Ackermann offenbar mit seinem Sparprogramm. Die Verwaltungskosten verringerten sich von 4,2 Milliarden auf 3,97 Milliarden Euro.

Gute Nachrichten also für die Anteilseigner. Den Investoren hat die Kursentwicklung der Deutsche-Bank-Aktie in diesem Jahr bislang wenig Freude bereitet. Die Papiere gaben seit Jahresbeginn um mehr als zehn Prozent nach, während der europäische Bankensektor vier Prozent zulegte.