Deutsche Discounter: Aldi abgehängt? - DER SPIEGEL
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Deutsche Discounter Aldi abgehängt?

Wenn die Berechnung stimmt, wäre es für den deutschen Einzelhandel ein Epochenbruch: Nach jahrelanger Aufholjagd habe der Mutterkonzern des Discounters Lidl seinen Erzrivalen Aldi beim Gesamtumsatz überholt, berichtet eine Beratungsfirma.
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Düsseldorf - Der Neckarsulmer Lidl-Mutterkonzern Schwarz habe im Jahr 2005 einen Gesamtumsatz von 45,9 Milliarden Dollar erzielt, teilte die Beratungsfirma Deloitte unter Berufung auf eigene Berechnungen mit. Die Summe entsprach nach damaligem Wechselkurs 38,8 Milliarden Euro. Aldi dagegen kam den Angaben zufolge auf 45,1 Milliarden Dollar Umsatz, das waren 38,1 Milliarden Euro.

Die Lidl-Mutter hätte demnach den Erzrivalen Aldi erstmals überrundet. Laut Deloitte ist Schwarz so zum zehntgrößten Handelsunternehmen der Welt aufgerückt. "Unsere Zahlen beruhen auf Hochrechnungen, die aber eine gesicherte Ausgangsbasis haben," sagte eine Deloitte-Sprecherin.

Die Schwarz-Gruppe profitiert davon, dass sie sehr erfolgreich ins benachbarte Ausland expandiert hat. Deutschlandweit gilt Aldi auf dem Discountmarkt nach wie vor als Marktführer. So kommen Aldi Nord und Aldi Süd in Deutschland zusammen auf geschätzt 4000 Filialen. Die Schwarz-Gruppe betreibt in Deutschland bisher etwa 2600 Lidl-Filialen.

Beide Handelsunternehmen veröffentlichen fast keine Geschäftszahlen, Aldi berichtet nur für einzelne Verkaufsregionen. Zur Schwarz-Gruppe gehören außer Lidl auch die Kaufland-Märkte und die Großhandelsgruppe Ruef.

Weltgrößter Handelskonzern ist weiter unangefochten Wal-Mart   mit 312,4 Milliarden Dollar Umsatz im Vergleichsjahr 2005. Der deutsche Metro  -Konzern ist auf der internationalen Skala die Nummer vier, allerdings hart bedrängt von der britischen Tesco  -Gruppe.

itz/Reuters