Ecclestone siegt vor Gericht im Prozess wegen Schmiergeld-Affäre - DER SPIEGEL
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Urteil in London Constantin scheitert mit Schadensersatzklage gegen Ecclestone

Formel-1-Chef Bernie Ecclestone kommt vorerst um eine millionenschwere Entschädigungszahlung herum: Zwar bescheinigte ihm ein Londoner Gericht Bestechlichkeit - der Medienkonzern Constantin habe seinen Schaden aber nicht nachweisen können.
Formel-1-Chef Ecclestone: Der nächste Prozess beginnt Ende April
Formel-1-Chef Ecclestone: Der nächste Prozess beginnt Ende April

Formel-1-Chef Ecclestone: Der nächste Prozess beginnt Ende April

Foto: Robert Parigger/ dpa
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London - Der Londoner High Court hat eine Schadensersatzklage gegen Formel-1-Chef Bernie Ecclestone abgewiesen. Der Medienkonzern Constantin hatte dem 83-Jährigen vorgeworfen, den ehemaligen BayernLB-Banker Gerhard Gribkowsky bestochen zu haben. Dadurch seien die Formel-1-Rechte zu billig an den Finanzinvestor CVC verkauft worden, Constantin sei ein hoher Gewinn entgangen. Dafür wollte das Unternehmen eine Entschädigung in Höhe von 124 Millionen Euro.

Der Richter Guy Newey sagte in seiner Urteilsbegründung, es habe sich sehr wohl um Bestechung gehandelt und um eine "korrupte Vereinbarung" zwischen Ecclestone und Gribkowsky. Ecclestone bezeichnete er zudem als "nicht verlässlich oder vertrauenswürdig". Die Entschädigungszahlungen könne Constantin dennoch nicht einklagen - weil das Unternehmen nicht nachweisen könne, dass "der Korruptionspakt mit Herrn Gribkowsky zu Verlusten bei Constantin geführt hat".

Ecclestone hatte geltend gemacht, er habe Gribkowsky die Millionen bezahlt, weil dieser ihm gedroht habe, ihn als Steuersünder darzustellen. "Constantin Medien wird seine Ansprüche weiter verfolgen und Berufung einlegen", hieß es in einer Pressemitteilung des Unternehmens .

Ecclestone steht in der Angelegenheit auch in München noch ein Verfahren wegen Anstiftung zur Untreue und Bestechung bevor. Der Strafprozess beginnt am 24. April.

aar/dpa/sid