Energiekonzerne: EnBW will keinen Sozialtarif - DER SPIEGEL
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Energiekonzerne EnBW will keinen Sozialtarif

Auf Umweltminister Gabriels Appell, günstigen Strom für sozial Schwache anzubieten, reagieren die Energiekonzerne nur zögerlich. Zwar signalisierte Vattenfall gestern Gesprächsbereitschaft - heute erteilte EnBW Gabriel eine Absage.
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Karlsruhe/Leutkirch - Der baden-württembergische Energieversorger EnBW lehnt Sozialtarife für Arme ab. "Die EnBW hat keinen Sozialtarif, wir planen auch keinen pauschalen Sozialtarif", sagte eine Unternehmenssprecherin der "Schwäbischen Zeitung". Der Rabatt müsste von allen Kunden mitgetragen werden, auch von den sozial Schwachen, die nicht unter den Sozialtarif fallen, hieß es weiter.

Wegen der steigenden Energiepreise hatte Umweltminister Sigmar Gabriel (SPD) vergangene Woche in einer Regierungserklärung die deutschen Energieunternehmen aufgefordert, verbilligte Gas- und Strom-Tarife für sozial Benachteiligte anzubieten.

Die Landesregierung in Baden-Württemberg lehnt Sozialtarife ab: Finanzminister Gerhard Stratthaus (CDU) bezeichnete Gabriels Vorschlag als "hirnrissig". Es könne nicht Aufgabe der Energieversorger sein, die Vermögensverhältnisse ihrer Kunden zu überprüfen.

E.on Bayern bietet nach Informationen der Zeitung bereits seit September 2006 einen Sozialrabatt an. Voraussetzung sei die Gebührenbefreiung der GEZ. Der Tarif werde bei der Diakonie und Caritas beantragt. Bislang bekämen rund 6000 Kunden die Grundgebühr erlassen. Sie sparten damit 100 Euro pro Jahr. Die Gewinneinbußen trage das Unternehmen, schreibt das Blatt.

Gestern hatte der Energiekonzern Vattenfall Gesprächsbereitschaft über die Einführung von Sozialtarifen für Arme signalisiert. Vattenfall werde sich der Verantwortung nicht entziehen, sagt Konzernchef Tuomo Hatakka der "Bild"-Zeitung.

amz/dpa

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