Expo Wirte fordern freien Eintritt ab 18 Uhr
Hannover - Mehrere Betreiber von Restaurants auf dem Expo-Gelände stehen wegen der Besucherzahlen vor gravierenden finanziellen Problemen. "Einige werden nicht mehr lange durchhalten", sagte der Schweizer Restaurantbetreiber Gaudy Barblan der Nachrichtenagentur dpa. Er unterhält ein Restaurant mit rund 1500 Plätzen auf dem Gelände der Weltausstellung. "Die Expo muss die Tore am Abend aufmachen. Sonst krepiert die ganze Weltausstellung. Und das wäre eine Katastrophe für Hannover und ganz Deutschland," sagte er.
Barblan hat bereits vier Weltausstellungen mitgemacht, aber eine solche Besucherflaute hat er "noch nicht erlebt". Auch die anderen Expo-Restaurants hätten wegen der geringen Besucherzahlen kaum Kundschaft. Gemeinsam mit anderen Expo-Wirten fordert er deshalb einen freien Eintritt auf das Expo-Gelände am Abend. Wenn die Expo-Gesellschaft die Besucher von 18.00 Uhr an umsonst auf das Gelände lasse, werde sie am Ende weniger verlieren, "als wenn sie jetzt noch zwei Wochen weiter herumwurstelt".
Rund zehn Inhaber großer Restaurants hatten sich am Mittwochabend zu einer Krisensitzung getroffen. "Die Stimmung ist sehr schlecht. Das Personal wird nervös, weil es überall von den Kündigungen hört", sagte Barblan. Er selbst habe bislang noch keinem seiner 92 Mitarbeiter kündigen müssen, aber in den ersten Tagen schon hohe Verluste gemacht.