Fallender Ölpreis Hapag Lloyd umschifft Suezkanal
Hamburg - Hapag-Lloyd meidet künftig die Passage durch den Suezkanal. Als Grund nannte das Unternehmen Kostengründe. Betroffen sind auch die mit Hapag Lloyd kooperierenden Containerreedereien der "Grand Alliance", allerdings gilt das Suezkanal-Verbot nur für einen Teil der Schiffe.
Pro Fahrt sparen die Unternehmen eine Gebühr von etwa 600.000 Dollar, sagte eine Hapag-Sprecherin am Montag. Seitdem die Treibstoffkosten erheblich gefallen sind, fällt der Mehraufwand durch den weiteren Weg weniger ins Gewicht. Die Reisezeit verlängert sich durch die Umleitung um Afrika um sieben Tage.
Zunächst lässt die "Grand Alliance", zu der neben Hapag-Lloyd auch "MISC Berhad", "Nippon Yusen Kaisha" (NYK) und die Orient "Overseas Container Line" (OOCL) gehören, nur einen Teil der Schiffe auf der Route Europa-Asien um das Kap der Guten Hoffnung fahren. Aber: "Sollte sich die weltweite wirtschaftliche Situation nicht verbessern, wird die 'Grand Alliance' die Umleitung weiterer Dienste prüfen", erklärte Hapag-Lloyd.
Für die in Gegenrichtung fahrenden Schiffe ist derzeit keine Änderung geplant.