Flugmarken-Fusion: Hlx und Hapagfly verschmelzen - DER SPIEGEL
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Flugmarken-Fusion Hlx und Hapagfly verschmelzen

Bei Salzburg haben sich die Spitzen der TUI zur Klausur verschanzt, um einen Ausweg aus der Strategiekrise des Konzerns zu suchen und zu finden. Erste Ergebnisse stehen jetzt fest: Die deutschen Flugmarken werden vereinigt - und zwei Vorstände müssen weichen.
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Hannover - Der Reise- und Schifffahrtskonzern will seine beiden deutschen Fluglinien hlx und Hapagfly zusammenlegen. Das habe der Aufsichtsrat bei seiner Klausur in der Nähe von Salzburg beschlossen, teilte TUI am späten Nachmittag mit.

TUI   hatte seit längerem über die künftige Ausrichtung der beiden deutschen Fluggesellschaften beraten. Die Übernahme der Fluglinie dba durch den Billigflieger Air Berlin   Mitte August hatte den Druck noch zusätzlich erhöht. Einen ersten Schritt in Richtung Zusammenlegung von hlx und Hapagfly unternahm TUI im Juni mit einem gemeinsamen Tarifvertrag für die Piloten beider Gesellschaften. Danach können die Piloten sowohl hlx- als auch Hapagfly-Maschinen steuern und die Flugpläne besser aufeinander abgestimmt werden.

In der Touristik sollen deutliche Effizienzverbesserungen durchgesetzt werden, teilte TUI mit. Kostensenkungsprogramme sollen forciert und der Ausbau des Internetgeschäftes beschleunigt werden.

TUI krempelt zudem die Zuständigkeiten im Vorstand um. Der Bereich Flug und das Internet-Geschäft sind künftig beim Touristik-Vorstand Peter Rothwell angesiedelt und nicht mehr eine Ebene darunter im Bereichsvorstand.

Hapag-Lloyd bleibt im Konzern

Der bisherige Flug-Bereichsvorstand Christoph Müller übernimmt zum 1. September im Konzernvorstand das Ressort Controlling von Sebastian Ebel. Dieser wird den Vorstand nach TUI-Angaben "in beiderseitigem Einverständnis" verlassen. Übergangsweise bleibt Müller für die operative Führung von Hapagfly und HLX verantwortlich. Der einstige Lufthansa-Manager Müller war erst im Januar zu TUI nach Hannover gewechselt.

Einen Personalwechsel beschloss der Aufsichtsrat auch bei der Touristik in Westeuropa. Nachfolger des dafür bislang zuständigen Bereichsvorstandes Eric Debry wird Bart Brackx. Dieser hat bislang die Geschäfte der TUI-Reiseveranstalter und der TUI-Fluggesellschaft Jetairfly in Belgien geleitet. Debry verlässt den Konzern.

Das Kontrollgremium einigte sich darauf, die Zwei-Säulen-Strategie fortzusetzen, wonach TUI auf die beiden Bereiche Touristik und Schifffahrt setzt. Eine Trennung von der Container-Reederei Hapag Lloyd im aktuellen zyklischen Abschwung der Branche würde Vermögen gefährden, hieß es.

Die Integration der im vergangenen Jahr übernommenen Container-Reederei CP Ships in die TUI-Tochter Hapag-Lloyd laufe zügiger als ursprünglich erwartet. Ein Großteil der Synergien von insgesamt 220 Millionen Euro pro Jahr werde bereits 2007 ergebniswirksam erreicht, teilte TUI mit. Im ersten Halbjahr hatten Preis- und Kostenprobleme in der Schifffahrt TUI allerdings tiefer in die Verlustzone gedrückt, die Integration von CP Chips hat mit 30 Millionen Euro belastet.

itz/Reuters

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