Frankreich: Peugeot will mindestens 11.000 Mitarbeiter loswerden - DER SPIEGEL
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Frankreich Peugeot will mindestens 11.000 Mitarbeiter loswerden

Job-Kahlschlag bei Europas zweitgrößtem Autokonzern Peugeot-Citroën: Wegen der globalen Wirtschaftskrise plant das Unternehmen den Abbau von mindestens 11.000 Stellen. Die betroffenen Mitarbeiter sollen freiwillig gehen.
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Paris - Erst gibt Peugeot-Citroën (PSA)   rote Zahlen bekannt, dann wird klar, was dies für die Beschäftigten bedeutet: Der zweitgrößte Autobauer Europas, nach Volkswagen, will im laufenden Jahr mindestens 11.000 Stellen abbauen.

Die betroffenen Mitarbeiter würden PSA wohl auf freiwilliger Basis verlassen, sagte ein Vorstandsmitglied am Mittwoch. Zuvor hatte PSA für 2008 überraschend einen Verlust ausgewiesen. Der Grund: die globale Wirtschaftskrise. Auch für 2009 kündigte der Konzern rote Zahlen an. Daher müssten die Ausgaben so weit wie möglich gekürzt werden, erklärte Konzernchef Christian Streiff. An der Börse sackte der Kurs von Peugeot-Citroën um mehr als sieben Prozent ab.

Der Automarkt in Westeuropa wird nach Einschätzung von PSA in diesem Jahr um weitere 20 Prozent schrumpfen und 2010 nur stagnieren. Trotz Staatshilfen und Sparprogrammen werde PSA erst 2010 wieder rentabel arbeiten. Der Konzern benötige wegen der Krise vier Milliarden Euro, erklärte PSA in Paris. Die staatliche Kredithilfe von drei Milliarden Euro reiche aber neben anderen Quellen aus, um den Bedarf zu decken.

Nach einem Überschuss von 885 Millionen Euro 2007 war PSA 2008 mit 343 Millionen Euro in die Verlustzone gerutscht. Das Minus fiel damit doppelt so hoch aus wie vom Markt erwartet. Der PSA-Umsatz sank 2008 um 7,4 Prozent auf 54,4 Milliarden Euro. Der Absatz ging um 4,9 Prozent auf 3,26 Millionen Autos zurück.

Am Montag hatte PSA-Chef Streiff der Milliardenhilfe durch den französischen Staat zugestimmt. Dabei hatte er zugesagt, keine Fertigung ins Ausland zu verlagern und keine Mitarbeiter zu entlassen.

wal/Reuters/dpa