Getriebeschaden - DER SPIEGEL
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Getriebeschaden

• aus DER SPIEGEL 16/1972
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Der Welt größter unabhängiger Hersteller automatischer Getriebe, die Chicagoer Borg-Warner Corp., mußte den Rückwärtsgang einlegen. Anfang des Monats trennte sich die US-Firma von ihrem deutschen Partner Zahnradfabrik Friedrichshafen (ZF). Erst Ende 1969 hatte der US-Riese mit dem einstigen Zeppelin-Unternehmen am Bodensee, das heute Automatik-Getriebe für Automobile fertigt, eine gemeinsame Tochtergesellschaft, die ZF-Borg-Warner GmbH, gegründet. In einem brandneuen Werk (geschätzte Baukosten: 145 Millionen Mark) in Saarbrücken wollten Deutsche und Amerikaner jährlich 300 000 Getriebeautomaten produzieren. Aber obwohl Borg-Warner und ZF bereits Millionen in das Projekt gesteckt hatten, gaben die Zahnradfabrikanten jetzt ihre Getriebepläne auf -- angeblich, weil sich die »Markt- und Kostenverhältnisse wesentlich verändert« hätten. In Wahrheit hatten Deutsche und Amerikaner auf einen Markt gehofft, den es gar nicht gibt: Da sämtliche großen Autoproduzenten der EWG ihre automatischen Getriebe selber fertigen, blieben ZF nur die kleinen Kunden -- BMW, Peugeot und Alfa Romeo.

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