Glänzende Bilanz Porsches Gewinnmotor läuft rund
Stuttgart/Leipzig - In den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahres (31. Juli) konnte Porsche Absatz, Umsatz und Gewinn erneut steigern, hieß es in einer Mitteilung vor Beginn der heutigen Hauptversammlung in Leipzig.
Für das Gesamtjahr erwartet Porsche-Chef Wendelin Wiedeking "bei Umsatz und Gewinn weiteres Wachstum". Die Zahl der verkauften Fahrzeuge soll von knapp 67.000 auf rund 75.000 steigen.
Der Gewinn vor Steuern stieg im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres den Angaben zufolge um 11,5 Prozent auf 207,0 (Vorjahr: 185,7) Millionen Euro. Unter dem Strich verdiente Porsche 118,9 (102,0) Millionen Euro. Wegen des Geländewagens Cayenne kletterte der Umsatz in den ersten sechs Monaten auf 2,82 (2,21) Milliarden Euro.
Insgesamt konnte der Sportwagenbauer 312.410 Fahrzeuge verkaufen - rund ein Drittel mehr als im ersten Halbjahr 2002/2003. Mehr als die Hälfte der Gesamtproduktion von 36.510 Fahrzeugen entfiel dabei auf die dritte Baureihe, den Cayenne, von dem 18.900 Karossen gebaut wurden.
Aktie gibt nach Halbjahreszahlen deutlich ab
An der Börse reagierte die Aktie von Porsche auf die Zahlen zunächst mit Verlusten von mehr als vier Prozent auf 466 Euro. Händler sprachen von Gewinnmitnahmen. Analysten von LRP erklärten dagegen in einer ersten Reaktion: Die Zahlen von Porsche hätten enttäuscht, obwohl alle wesentlichen Kennzahlen im Vergleich zum Vorjahr gesteigert worden seien. Das Absatzplus sei allein auf den Cayenne zurückzuführen.
Hauptversammlung in Leipzig soll Zeichen setzen
Die Aktionäre des Sportwagenherstellers kommen heute zur Hauptversammlung in Leipzig zusammen. Erstmals seit dem Börsengang des Unternehmens 1984 wird das Aktionärstreffen nicht am Firmensitz in Stuttgart abgehalten. Damit soll nach den Worten von Vorstandschef Wendelin Wiedeking der Bedeutung des neuen Porsche-Standorts in Sachsen für das gesamte Unternehmen Rechnung getragen werden.
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In Leipzig wird seit dem Spätsommer 2002 der Geländewagen Cayenne montiert, der dem Konzern im vergangenen Geschäftsjahr einen Rekordgewinn bescherte und sich auch in den ersten Monaten des laufenden Geschäftsjahres 2003/2004 (31. Juli) vor allem in Nordamerika als Verkaufshit erwies. Offen ist, ob Wiedeking in Leipzig den Startschuss für eine vierte Modellreihe gibt.
Neue Vergütung für Aufsichtsräte auf der Tagesordnung
In Leipzig soll außerdem eine neue Vergütung für die Aufsichtsräte beschlossen werden. Sie soll nach Angaben des Stuttgarter Porsche-Sprechers Manfred Ayasse künftig nur noch etwa zur Hälfte vom wirtschaftlichen Erfolg des Konzerns abhängig sein. Für das jeweils abgelaufene Geschäftsjahr ist pro Aufsichtsratsmitglied eine feste Vergütung von 25.000 Euro vorgesehen. Hinzu kommen jeweils 3000 Euro für jede Teilnahme an einer Plenums- oder Ausschusssitzung.
Darüber hinaus sollen die Aufsichtsräte eine weitere Vergütung für jeden Millionenbetrag erhalten, wenn das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit die Grenze von 100 Millionen Euro überschreitet.