GM-Renault-Nissan: Wagoner signalisiert Einverständnis - DER SPIEGEL
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GM-Renault-Nissan Wagoner signalisiert Einverständnis

GM-Chef Rick Wagoner treibt den Entscheidungsprozess zur Allianz mit Renault und Nissan mit Hochdruck voran. Gestern informierte er den Verwaltungsrat über das Gespräch mit Renault-Chef Carlos Ghosn. Heute sendete er die ersten positiven Signale in Richtung Renault.
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London - "Wenn dadurch ein Wert geschaffen wird und es das Beste für die Aktionäre ist, dann würden wir es machen", sagte GM-Chef Rick Wagoner heute in London.

Wagoner und Ghosn hatten am Freitag beschlossen, die Verhandlungen über eine Allianz ihrer Unternehmen fortzusetzen, die Möglichkeiten aber zunächst genauer zu prüfen. Zunächst sollen in einer gemeinsamen vertraulichen Studie die möglichen Vorteile und deren Umsetzbarkeit ausgelotet werden. Die Überprüfung soll in rund 90 Tagen abgeschlossen sein.

Der Vorschlag einer Allianz zwischen den GM   und Renault  /Nissan   war Anfang Juli von dem US-Multimilliardär Kirk Kerkorian gemacht worden. Kerkorian hält über seine Investmentfirma Tracinda 9,9 Prozent der GM-Aktien und möchte, dass sich Renault und Nissan mit insgesamt 20 Prozent an GM beteiligen.

Ein Sprecher von GM wollte zu den Beratungen des Verwaltungsrats keine Stellungnahme abgeben. Der Verwaltungsrat von Nissan hat nach Unternehmensangaben seit dem Zusammentreffen zwischen Ghosn und Wagoner nicht mehr getagt. "Das Gremium wird in den kommenden vier bis sechs Wochen zusammenkommen", sagte Simon Sproule, Sprecher bei Nissan. Ob es eine Sondersitzung zur Erörterung einer möglichen GM-Allianz geben soll, könne er nicht sagen, so Sproule weiter.

Spekulationen über eine Annäherung mit Toyota haben die Beteiligten heute noch einmal zurückgewiesen. Es gebe keine Kontakte in Richtung GM, sagte ein Sprecher des japanischen Autobauers der französischen Nachrichtenagentur AFP. Bei GM hieß es, derzeit sei nicht geplant, die bestehende Zusammenarbeit weiter zu vertiefen. Die beiden Unternehmen teilen sich beispielsweise in Kalifornien Produktionsstandorte oder arbeiten in wenig sensiblen Bereichen in der Forschung zusammen.

mik/Reuters/Dow Jones/AFP