Großbanken: Weg mit den Mitarbeitern! - DER SPIEGEL
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Großbanken Weg mit den Mitarbeitern!

Nach den Terrorattacken haben deutsche Banken eine beispiellose Kündigungswelle losgetreten. Jetzt will HypoVereinsbank-Chef Albrecht Schmidt offenbar jeden siebten Mitarbeiter loswerden.
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München - Es sei geplant, zusätzlich zu den bereits angekündigten 7000 Stellen weitere 3000 Arbeitsplätze zu streichen, berichtet die "Financial Times Deutschland" unter Berufung auf Bankenkreise. Die Arbeitsplätze sollen dem Bericht zufolge vor allem im Privatkunden- und Filialgeschäft der HypoVereinsbank   wegfallen. Momentan sind bei der zweitgrößten deutschen Bank rund 72.000 Mitarbeiter beschäftigt.

Die Bankspitze wollte den Bericht nicht kommentieren. Bei einem früheren Gespräch hatte Vorstandssprecher Albrecht Schmidt Nachfragen zu weiteren Entlassungen ausweichend beantwortet: "Lassen sie uns Zeit bis zum 25. Oktober". An diesem Tag will die Bank die Zahlen für das dritte Quartal vorlegen. Bisher hatte das Kreditinstitut die Streichung von 2000 Stellen in Österreich, 4000 Stellen in Polen und mehr als 1000 Stellen in Deutschland mitgeteilt.

Neben der HypoVereinsbank haben auch die anderen deutsche Großbanken einen drastischen Stellenabbau angekündigt. Die Commerzbank   hatte am Montag bekannt gegeben, sie werde rund 3400 Stellen, also rund 8,5 Prozent ihrer konzernweit 40.000 Mitarbeiter, abbauen. Auch bei der zum Allianz-Konzern   gehördenden Dresdner Bank sollen bis 2003 rund 7800 der weltweit 50.000 Arbeitsplätze wegfallen. Die Deutsche Bank   will nach bisherigen Angaben 2600 der weltweit 97.000 Arbeitsplätze streichen und hat einen zusätzlichen Stellenabbau nicht ausgeschlossen.