Handelskonzern Hackfleischskandal belastet Metro-Zahlen
"Mit dem Geschäftsverlauf bei Real sind wir nicht zufrieden", räumte Metro-Chef Hans-Joachim Körber ein. In zwei Filialen in Hannover war nicht mehr frisches Hackfleisch umettiketiert und wieder angeboten worden . Das Ergebnis der Sparte, zu der auch die Extra-Supermärkte gehören, wurde laut Metro durch "Aufwendungen zur Stabilisierung der Kundenfrequenz" gedrückt.
Durch das schwache Lebensmittelgeschäft bleiben das Umsatz- und Ergebniswachstum leicht hinter den Erwartungen der Analysten zurück. Der Konzernumsatz sei zwischen April und Juni um 3,6 Prozent auf 13,829 Milliarden Euro gestiegen. Dabei wuchs der Auslandsumsatz um 9,9 Prozent, während die Erlöse in Deutschland um 2,5 Prozent schrumpften. Das Konzernergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) erhöhte sich um 1,7 Prozent auf 617 Millionen Euro. Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Analysten hatten im Schnitt einen Umsatzanstieg auf 13,906 Milliarden Euro prognostiziert und ein Ebitda von 627 Millionen Euro.
Gleichwohl bekräftigte die weltweite Nummer drei im Handelsgeschäft die Ziele für 2005. Die angestrebte Umsatzzunahme um fünf bis sechs Prozent und eine Steigerung beim Ergebnis je Aktie von acht bis zwölf Prozent blieben erreichbar, erklärte Metro-Chef Körber.