Hauptversammlung: Audi feiert sich selbst - DER SPIEGEL
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Hauptversammlung Audi feiert sich selbst

Nach den Angriffen von VW-Chef Ferdinand Piëch nutzt Audi-Chef Franz-Josef Paefgen die Hauptversammlung, um den Konzern und sich selbst zu loben. Absatz, Umsatz und Ergebnis - alles sei ganz prima.
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Ingolstadt - Es sei "das erfolgreichste erste Halbjahr in der bisherigen Firmengeschichte", sagte Vorstandschef Paefgen am Donnerstag auf der Audi-Hauptversammlung in Ingolstadt. Grund für das Wachstum gegen den allgemeinen Trend sei die "vorausschauende Modell- und Markenpolitik" von Audi, betonte der Chef des zum Volkswagen-Konzern gehörenden Unternehmens. VW-Chef Piëch hatte Audi erst vor wenigen Tagen Stillstand vorgeworfen und eine innovativere Modellpolitik gefordert. Daraufhin war vermutet worden, Piëch wolle den Audi-Vorstand absägen.

Konsens zwischen den Marken?

Audi-Aufsichtsratschef Robert Büchelhofer, der auch VW-Vertriebsvorstand ist, versuchte nun, die Wogen zu glätten. Über die weitere Entwicklung der Ingolstädter Tochter bestehe Konsens zwischen Audi und dem Vorstand des VW-Konzerns, sagte Büchelhofer in Ingolstadt. Alle Personalspekulationen seien gegenstandslos.

Nach den Worten von VW-Finanzvorstand Bruno Adelt gebe es derzeit keinen Grund, mit Audi unzufrieden zu sein. Der Vorwurf des "Stillstandes" von Piech sei dementsprechend "nicht ein Ausdruck von Unzufriedenheit, sondern einer konstruktiven Kritik", sagte er am Rande der Hauptversammlung.

Trotz der Branchenflaute konnte Audi im ersten Halbjahr Absatz, Umsatz und das Ergebnis spürbar steigern. "Wir erwarten, dass der Audikonzern zum Jahresende 2001 in allen wesentlichen Kennwerten über dem bereits sehr guten Jahr 2000 liegen wird", sagte Vorstand Paefgen. Für das erste Halbjahr meldete Audi eine Umsatzsteigerung von 13,7 Prozent auf 22 Milliarden Mark (11,3 Milliarden Euro) und ein Ergebnis "spürbar über Vorjahreshöhe". Die Auslieferung sei um 6,2 Prozent auf 366.400 Autos gestiegen, vor allem durch Zuwächse in Europa. Der Marktanteil in Deutschland wuchs von 6,8 auf 7,3 Prozent.

Das Vorsteuer-Ergebnis sei nach ersten Berechnungen gestiegen. Das Ergebnis vor Steuern hatte im Vorjahreszeitraum 760 Millionen Mark betragen.

Auch über das gesamte Jahr 2001 werde Audi alle wesentlichen Kennzahlen - Absatz, Umsatz und Ergebnis - steigern können, sagte Paefgen. Von der eigenen Marke werde der Konzern bis Ende Juni rund 366.400 Fahrzeuge verkauft haben, 6,2 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Auf dem schrumpfenden deutschen Markt legte der Konzern bei den Auslieferungen um 3,1 Prozent zu und schraubte den Marktanteil damit auf 7,3 von 6,8 Prozent.