Hypo contra E.on - DER SPIEGEL
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KONZERNE Hypo contra E.on

• aus DER SPIEGEL 47/2000
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Zwischen der HypoVereinsbank in München und dem Düsseldorfer Energiekonzern E.on tobt ein erbitterter Streit um die Besetzung von Aufsichtsratsposten und um Aktienbeteiligungen, die beide Gesellschaften aneinander halten. Auslöser ist HypoVereinsbank-Chef Albrecht Schmidt. Kurz nach der Fusion der bayerischen Viag mit dem rheinischen Konkurrenten Veba zur E.on im Juni hatte der Banker rund die Hälfte des E.on-Anteils von 3,8 Prozent abgestoßen, ohne vorher E.on-Chef Ulrich Hartmann über den Verkauf zu informieren. Dabei hält E.on selbst 8 Prozent an der HypoVereinsbank, und die übernommene Viag stellt seit Jahren sogar ein Aufsichtsratsmitglied im Kontrollgremium der Bank. Ursprünglich sollte deshalb E.on-Co-Chef Wilhelm Simson schon im Spätsommer in den Aufsichtsrat der HypoVereinsbank einziehen und dort den ehemaligen Viag-Aufsichtsratschef Jochen Holzer ablösen. Doch beide E.on-Chefs zeigten sich in einer Vorstandssitzung ihres Konzerns derart erbost über Schmidts heimliche Verkaufsaktion ("eine Instinktlosigkeit"), dass Simson auf das Amt verzichtete. Die Bayern überlegen nun, ob sie das Mandat dem Österreicher Siegfried Sellitsch, Aufsichtsratschef der von ihnen übernommenen Bank Austria, andienen sollen. Hartmann selbst will demnächst zum Gegenschlag ausholen. Er lässt prüfen, wie er sein eigenes Aktienpaket an der HypoVereinsbank spätestens nach Inkrafttreten der neuen Steuergesetzgebung Gewinn bringend verkaufen kann.

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