Insiderhandel: Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Daimler - DER SPIEGEL
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Insiderhandel Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Daimler

Auch die Staatsanwaltschaft Stuttgart ermittelt gegen den Stuttgarter Autokonzern DaimlerChrysler. Sie überprüft, ob es im Zuge des Schrempp-Rücktritts zu illegalen Transaktionen mit Aktien gekommen ist.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Stuttgart - Die Uno, das US-Justizministerium, die deutsche und amerikanische Börsenaufsicht - viele Behörden ermitteln zur Zeit gegen DaimlerChrysler. Nun hat sich auch die Staatsanwaltschaft Stuttgart eingeschaltet: Es gebe Hinweise auf einen Insiderhandel im Zusammenhang mit der Rücktrittserkläung von DaimlerChrysler-Chef Jürgen Schrempp.

"Wir gehen Hinweisen nach, die wir von der Börsenaufsichtsbehörde BaFin bekommen haben", sagte eine Behördensprecherin. Angaben, gegen wen sich die Ermittlungen konkret richten, machte sie nicht.

Die BaFin ermittelt seit Ende Juli gegen DaimlerChrysler. Die Börsenaufseher prüfen, ob im Zuge der überraschenden Rücktrittsankündigung von Schrempp Insider unerlaubte Aktientransaktionen getätigt haben. Dabei könnten die Insider ihren Informationsvorsprung genutzt haben, um durch die Kursgewinne an der Rücktrittsmeldung zu verdienen.

Unmittelbar nach Ankündigung des Rücktritts stieg die DaimlerChrysler-Aktie   an den Börsen in Frankfurt und New York um gut zehn Prozent. An den Finanzmärkten war die Nachricht bereits vor der offiziellen Bekanntgabe kursiert.