Investionen: Einstieg von Katar bei VW ist perfekt - DER SPIEGEL
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Investionen Einstieg von Katar bei VW ist perfekt

Jetzt ist es offiziell: Katar steigt bei Volkswagen ein. Der katarische Ministerpräsident unterschrieb am Freitag in Stuttgart den entsprechenden Vertrag. Das Emirat wird damit zum drittgrößten Aktionär bei dem Autokonzern.
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Stuttgart - Der Einstieg des Emirats Katar bei Porsche und Volkswagen ist perfekt. Ministerpräsident Scheich Hamad bin Dschassim bin Dschaber al-Thani unterschrieb am Freitag in Stuttgart den entsprechenden Vertrag. Katar übernehme zehn Prozent der Stammaktien aus dem Bestand der Porsche-Eigentümerfamilien Porsche und Piëch, teilte Porsche mit. Das entspricht fünf Prozent des Porsche-Kapitals.

VW und Porsche: Katar nun drittgrößter Aktionär

VW und Porsche: Katar nun drittgrößter Aktionär

Foto: ddp

Außerdem verständigten sich Porsche und die staatliche Investmentgesellschaft des Emirats darauf, dass Katar einen Großteil der von Porsche gehaltenen VW-Optionen übernimmt. Dadurch würden für Porsche Barmittel in Höhe von mehr als einer Milliarde Euro frei, teilte Porsche weiter mit. Katar übernehme Optionen in Höhe von rund 17 Prozent der Stimmrechte an VW, sagte eine mit der Situation vertraute Person. Porsche lehnte eine Stellungnahme dazu ab und wollte auch keine weiteren Angaben zu dem Geschäft mit den VW-Optionen machen.

Teil des Engagements ist auch die Zusage des Emirats, sich mit bis zu 265 Millionen Euro an einem Kredit für Porsche zu beteiligen. Ursprünglich hatte sich Porsche bei Katar um einen Kredit über 750 Millionen Euro bemüht.

Die Porsche-Eigentümerfamilien werden am neuen Konzern künftig voraussichtlich mit etwa 35 bis 39 Prozent beteiligt sein. Wolfgang Porsche sagte zu dem Einstieg von Katar: "Das fällt mir nicht schwer, der Familie fällt es nicht schwer." Es sei eine "gute Entscheidung".

An der Börse kamen die Nachrichten gut an: Der Kurs der Volkswagen-Aktie   erholte sich. Am Freitagnachmittag hatte das Papier noch ein Minus von fast 27 Prozent verbucht. Die Porsche-Aktie   legte um mehr als acht Prozent zu.

Erst am Donnerstag hatten die Aufsichtsräte von VW und Porsche ein Zusammengehen der beiden Konzerne gebilligt. Die Grundlagenvereinbarung sieht vor, ass die beiden Autobauer im Laufe des Jahres 2011 miteinander verschmelzen. Die Führung liegt bei VW.

yes/dpa/AP/Reuters