Kein Herz für Grüne - DER SPIEGEL
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BUNDESBANK Kein Herz für Grüne

• aus DER SPIEGEL 11/2002
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Die Grünen machen sich vergebliche Hoffnungen, im Zuge der Bundesbankreform ein Parteimitglied in den neuen Vorstand der traditionsreichen Institution zu senden. Bundesfinanzminister Hans Eichel (SPD) will die vier Positionen, die dem Bund in dem neuen achtköpfigen Gremium zustehen, mit Mitgliedern des bisherigen sechsköpfigen Bundesbankdirektoriums besetzen. In kleinem Kreis hat Eichel zu verstehen gegeben, dass er an der Arbeit des bisherigen Personals überhaupt nichts auszusetzen habe. Neben Bundesbankpräsident Ernst Welteke, der als gesetzt gilt, werden wohl auch Chefvolkswirt Hermann Remsperger und der für die Abwicklung des Zahlungsverkehrs zuständige Hans Georg Fabritius ihre Jobs behalten. Die Bundesbank brauche auch künftig die bewährten Fachleute, heißt es zur Begründung. Auch der eigenwillige und zwischenzeitlich umstrittene Vizepräsident Jürgen Stark, bisher eine Art Außenminister der Bank, hat wieder gute Chancen, auf seinem Posten zu bleiben. Mittlerweile befürchten Regierungsexperten, das Ansehen der Bundesbank könne Schaden nehmen, wenn der vor allem im Ausland angesehene Stark nicht mehr nominiert würde. Nach diesen Überlegungen müssten Edgar Meister und Dieter Haferkamp, die ältesten Mitglieder des bisherigen Direktoriums, ausscheiden.

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