Klimaschutz: EU-Vertreter einigen sich auf Emissionshandel-Reform - DER SPIEGEL
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Klimaschutz EU-Unterhändler einigen sich auf Reform des Emissionshandels

Bis 2030 will Europa 43 Prozent weniger Kohlendioxid ausstoßen. Die Reform des Emissionshandels soll entscheidend dazu beitragen. Unterhändler haben nun eine vorläufige Einigung erzielt.
Braunkohlekraftwerk Jänschwalde
Braunkohlekraftwerk Jänschwalde

Braunkohlekraftwerk Jänschwalde

Foto: Patrick Pleul/ dpa
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Nach monatelangen Verhandlungen haben sich EU-Vertreter auf eine Reform des europäischen Emissionshandels ab 2020 geeinigt. Die Unterhändler des EU-Parlaments und der Mitgliedsländer haben sich auf einen Kompromiss verständigt, der das System der Verschmutzungsrechte und den Umweltschutz stärke sowie Innovationen und Modernisierungen im Energiesektor unterstütze. Das teilte die estnische EU-Ratspräsidentschaft mit.

Die Einigung muss noch von den EU-Staaten und vom Parlament bestätigt werden. Der Emissionshandel ist das zentrale Klimaschutzinstrument der EU. Er wurde 2005 in Europa eingeführt. Fabriken und Kraftwerke brauchen für jede Tonne Klimagase, die sie in die Atmosphäre blasen, ein Zertifikat.

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Die zulässige Gesamtmenge sinkt jedes Jahr. Wer durch Modernisierung klimafreundlicher wird und Verschmutzungsrechte übrig hat, kann diese verkaufen. Wer zu viel Treibhausgase ausstößt, muss Zertifikate zukaufen.

Geplant sind deutlich schärfere Klimaziele für Fabriken und Kraftwerke. Die Menge, die sie an Treibhausgasen emittieren dürfen, soll zwischen 2021 und 2030 jährlich um 2,2 Prozent sinken und damit stärker als bisher. Gleichzeitig werden Verschmutzungsrechte vom Markt genommen, um das Angebot zu verknappen.

Dies soll dazu beitragen, dass die rund 11.000 beteiligten Industrieanlagen in Europa bis 2030 mindestens 43 Prozent weniger Kohlendioxid und andere Klimagase ausstoßen als 2005, damit die EU ihre Zusagen im Pariser Weltklimapakt einhalten kann.

asa/dpa/Reuters