Lloyd's: Größter Schaden in der Geschichte - DER SPIEGEL
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Lloyd's Größter Schaden in der Geschichte

Der Versicherungsmarkt Lloyd's of London rechnet mit einem Schaden von 1,3 Milliarden Pfund durch die Terroranschläge. Dennoch sollen bald wieder schwarze Zahlen geschrieben werden.
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London - Die Beiträge für Versicherungen würden voraussichtlich stark steigen, was Lloyd's im kommenden Jahr wieder in die Gewinnzone bringen dürfte, teilte Lloyd's am Mittwoch in London mit. Die Anschläge auf das World Trade Center in New York und das US-Verteidigungsministerium verursachten nach eigenen Angaben den größten bislang verbuchten Einzelschaden für Lloyd's. Bisherigen Mitteilungen zufolge ist nur noch die US-Finanzgruppe Berkshire Hathaway mit 2,2 Milliarden Dollar von noch größeren Forderungen als Lloyd's betroffen.

Lloyd's-Chef Sax Riley sagte aber, die Verluste durch die Schäden könne man verkraften. Dazu trügen das große Volumen der Finanzanlagen, die Verteilung der Schadensfälle und die Stärke der Rückversicherungsprogramme bei.

Die Verluste, die Lloyd's für das Finanzjahr 2000 vor den Anschlägen auf 694 Millionen Pfund geschätzt hatte, würden nun deutlich höher ausfallen, sagte Finanzchef Andrew Moss der Nachrichtenagentur Reuters. Die Zahlungen würden sich auf die Finanzjahre 2000 und 2001 auswirken. Für 2002 und 2003 rechne er aber wegen voraussichtlich stark steigender Prämien wieder mit einem Gewinn. Lloyd's veröffentlicht seine Finanzdaten zwei Jahre nach Geschäftsjahresende.

Lloyd's setzt sich zusammen aus wohlhabendenden Personen und Firmen, den so genannten Namen, die gegen Prämie mit ihrem eigenen Kapital Versicherungsrisiken übernehmen und für auftretende Versicherungsansprüche haften. In den achtziger und neunziger Jahren trieben mehrere Großschäden, wie die Explosion der Ölbohrinsel Piper Alpha, eine Reihe von Wirbelstürmen und Asbestfälle viele Namen in die Insolvenz.

In den vergangenen Jahren habe sich der Lloyd's Markt aber umstrukturiert und sei heute der weltweit zweitgrößte gewerbliche Versicherer und achtgrößte Rückversicherer, teilte Riley weiter mit. Lloyd's habe zurzeit rund 13 Prozent der weltweiten Schifffahrts- und 23 Prozent der Luftfahrtversicherungen in seinem Bestand, hieß es weiter.

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