Luftfahrt: Boeing wendet Minus in dickes Plus - DER SPIEGEL
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Luftfahrt Boeing wendet Minus in dickes Plus

Der Konkurrenzkampf mit Airbus kann dem Flugzeughersteller Boeing nichts anhaben. Nach tiefroten Zahlen vor einem Jahr verbuchte der US-Konzern im abgelaufenen Quartal einen Nettogewinn von 1,1 Milliarden Dollar. Die Aktien klettern auf ein Rekordhoch.
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New York - Wegen der ungebremsten Nachfrage nach seinen Maschinen hat Boeing   seine Geschäftsprognose für das Gesamtjahr erhöht. Demnach rechnet der Konzern nun mit einem Gewinn zwischen 4,80 und 4,95 Dollar je Aktie. Zuvor hatte der Airbus-Erzrivale lediglich 4,55 bis 4,75 Dollar in Aussicht gestellt. Der Umsatz soll auf rund 65 Milliarden Dollar steigen.

Im zweiten Quartal setzte Boeing mit 17 Milliarden Dollar rund 14 Prozent mehr um als noch ein Jahr zuvor. Am Markt kamen die Zahlen gut an. Die Boeing-Aktie stieg im New Yorker Handel um gut drei Prozent, im vorbörslichen Handel war sogar ein Allzeithoch von 110 Dollar erreicht worden.

Der Optimismus stützt sich zu einem großen Teil auf die starke Nachfrage nach Verkehrsflugzeugen. Im ersten Halbjahr 2007 lieferte der US-Konzern bereits 220 Maschinen aus, bis Ende des Jahres sollen es 440 bis 445 Flugzeuge werden. 2008 sollen 515 bis 520 Flugzeuge die Montagehallen von Boeing verlassen, darunter auch das neueste Modell, der 787 Dreamliner.

Trotz anhaltender Probleme beim Gewicht des hauptsächlich aus Verbundfaserstoffen gebauten Flugzeugs und Schwierigkeiten mit Zulieferern hält Boeing daran fest, das erste Flugzeug im Mai 2008 auszuliefern. Um im Zeitplan bleiben zu können, erhöhte Boeing seine Ausgaben für Forschung und Entwicklung. Der Konzern hatte die 787 Anfang Juli erstmals der Öffentlichkeit präsentiert. Der Erstflug soll nun Ende September - und damit ein bisschen später als damals noch avisiert - stattfinden.

Boeing befindet sich im stetigen Wettstreit mit dem europäischen Flugzeugbauer Airbus über die Vormacht am Himmel. Im vergangenen Jahr konnte Boeing erstmals seit fünf Jahren wieder mehr Aufträge einheimsen als Airbus - nicht zuletzt dank der 787.

Zum guten Abschneiden von Boeing im zweiten Quartal trug neben der Zivilflugzeug-Sparte aber auch die Rüstungssparte mit ihren Kampfjets bei. Boeing ist der zweitgrößte Auftragnehmer der US-Regierung.

wal/Reuters

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