Microsoft: Scharfer Gewinneinbruch - DER SPIEGEL
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Microsoft Scharfer Gewinneinbruch

Microsoft hat im letzten Quartal einen drastischen Gewinnrückgang auf 1,3 Millarden Dollar verbuchen müssen. Analysten hatten allerdings mit Schlimmerem gerechnet. Der Computerhersteller Sun rutschte im abgelaufenen Quartal ins Minus.
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Redmond - Der weltgrößte Softwareanbieter verdiente nur noch 1,3 Milliarden Dollar (2,8 Milliarden Mark/1,4 Milliarden Euro) gegenüber 2,2 Milliarden Dollar in der entsprechenden Vorjahreszeit.

Es wirkte sich eine Sonderbelastung von 1,24 Milliarden Dollar nach Steuern für Wertberichtigungen auf Wertpapiere aus, vor allem im Kabelfernseh- und im Telekombereich. Es gab Investmentverluste von 980 Millionen Dollar. Dies hat das Unternehmen am Donnerstag nach Börsenschluss mitgeteilt.

Der Umsatz stieg in dem am 30. September beendeten Dreimonatsabschnitt gegenüber dem Juli-September-Abschnitt 2000 um sechs Prozent auf 6,1 Milliarden Dollar. Der operative Gewinn erhöhte sich auf 2,9 (Vorjahresvergleichszeit: 2,8) Milliarden Dollar.

Microsoft-Finanzchef John Connors hob die starke Nachfrage nach der Windows 2000-Server-Software sowie Kostenkontrollen hervor. "Die Periode beispielloser globaler Unsicherheit könnte die Wirtschaft und unser Geschäft beeinflussen", erklärte er.

Microsoft kommt am 25. Oktober mit seinem neuen Betriebssystem Windows XP heraus. Dies wird für den Konzern von Firmengründer Bill Gates ein enorm wichtiges Produkt.

Die Gesellschaft hatte am Quartalsende 33,1 Milliarden Dollar an liquiden Mitteln in der Kasse oder 5,3 Milliarden Dollar mehr als drei Monate zuvor.

Microsoft hat im abgelaufenen Quartal 2,4 (2,2) Milliarden Dollar in Nord- und Südamerika, 1,1 (1,1) Milliarden Dollar in Europa, 604 (708) Millionen Dollar in Asien und zwei (1,8) Milliarden Dollar im Geschäft mit Computerfirmen umgesetzt.

Anwendungssoftware steuerte 2,2 (2,1) Milliarden Dollar, Betriebssysteme 2,0 (1,9) Milliarden Dollar, Unternehmenssoftware 1,2 (1,0) Milliarden Dollar und Verbrauchersoftware, Dienstleistungen und andere Produkte 501 (479) Millionen Dollar zum Umsatz bei.

Microsoft hat für das zweite Quartal des laufenden Geschäftsjahres eine Umsatzprognose von 7,1 bis 7,3 Milliarden Dollar gemacht und erwartet einen operativen Gewinn von 2,9 bis drei Milliarden Dollar. Der Gewinn pro Aktie dürfte 49 bis 50 Cents erreichen.

Für das am 30. Juni 2002 auslaufende Geschäftsjahr rechnet der Software-Riese mit einem Umsatz von 28,4 bis 29,1 Milliarden Dollar und mit einem operativen Gewinn von zwölf bis 12,4 Milliarden Dollar. Der Gewinn pro Aktie dürfte bei 1,61 bis 1,66 Dollar liegen.

Sun Microsystems: Umsatz fast halbiert

Sun Microsystems meldete für das abgelaufene Quartal einen Nettoverlust von 158 Millionen Dollar. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres hatte das Unternehmen noch einen Nettogewinn von 456 Millionen Dollar ausgewiesen.

Das Ergebnis des operativen Geschäfts sank im Berichtszeitraum von plus 698 Millionen Dollar auf minus 378 Millionen Dollar. Der Umsatz fiel auf 2,861 Milliarden Dollar von 5,045 Milliarden Dollar.

Die vom Informationsdienst First Call/Thomson Financial befragten Analysten hatten einen leicht höheren Umsatz von 2,910 Milliarden Dollar erwartet.