Neue Zuversicht Beste Konsumlaune seit D-Mark-Zeiten
Nürnberg - Der Konsumklima-Index der Nürnberger Marktforscher stieg trotz des hohen Ölpreises und der weiterhin angespannten Lage am Arbeitsmarkt auf 5,5 Punkte und damit auf den höchsten Stand seit Einführung des Euro für den Bargeldverkehr.
Neben Käufen, die mit der Fußballweltmeisterschaft in Zusammenhang stünden, spiele vor allem die wachsende Bereitschaft zu größeren Anschaffungen eine Rolle, schreiben die GfK-Forscher. Dabei sind allerdings auch Effekte von Torschlusspanik im Spiel - die Verbraucher wollen jetzt noch investieren, um der Mehrwertsteuererhöhung im kommenden Jahr zuvorzukommen.
Erstmals zeigen sich laut GfK auch die Ostdeutschen bereit, deutlich mehr Geld auszugeben. Ihre persönliche Einkommensentwicklung sehen die Bundesbürger aber nach wie vor skeptisch - diejenigen in den neuen Ländern sogar deutlich pessimistischer als die im Westen. Auch die allgemeine Wirtschaftslage bewerten die Bürger alles andere als rosig.
"Das ist ein weiteres Hoffnungszeichen für die deutsche Wirtschaft, zumal die Binnenkonjunktur und der private Konsum das Sorgenkind der Wirtschaft sind", sagte der Volkswirt Bernd Weidensteiner von der DZ Bank zu den GfK-Zahlen. "Wir haben beim Konsumklima ja bereits eine längere Phase der Besserung, die sich aber noch nicht großartig im Einzelhandelsumsatz niedergeschlagen hat. Aber die Hoffnung bleibt, dass das im Jahresverlauf besser wird."