Ölpreis Opec kürzt die Förderung
Kairo - Die Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) wird ihre aktuelle tägliche Förderung von 23,5 Millionen Barrel von Januar an um 1,5 Millionen Barrel kürzen. Das berichteten mehrere Opec-Erdölminister am Freitag zu Beginn ihres Sondertreffens in Kairo. Die Drosselung werde für sechs Monate in Kraft bleiben. Damit hat das Kartell seine Produktion in diesem Jahr um insgesamt fünf Millionen Barrel zurückgefahren, um die Ölpreise auf ein höheres Niveau zu heben.
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Voraussetzung für den Schritt der Opec war die Zusage von wichtigen Ölländern außerhalb des Kartells, die eigene Förderung ebenfalls um gut 450.000 Barrel am Tag zu kürzen. Analysten am Rande der Sonderkonferenz äußerten sich jedoch skeptisch, ob durch diese Ölverknappung der Barrelpreis tatsächlich deutlich über 20 Dollar gebracht werden kann. Sie verwiesen auf die traditionell geringe Förderdisziplin der Opec-Länder, die auch im November wieder deutlich mehr als ihre eigentlich verabredeten Quoten produziert hatten.
Rohöl der Marke Brent notierte am Freitag in London 33 Cent fester bei 20,67 Dollar. Am Donnerstag war der Ölpreis in Erwartung der Opec-Entscheidung bereits um einen Dollar gestiegen.
Niedriger Ölpreis könnte Wachstum steigern
Das Wirtschaftswachstum in Deutschland könnte im kommenden Jahr um bis zu einen Prozentpunkt höher ausfallen als erwartet. Das teilte das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) am Freitag in Köln mit. Grund für den unerwarteten Konjunkturbonus sei der seit Wochen stark gesunkene Rohölpreis. Bleibe der Preis unter 20 Dollar je Barrel, so werde Deutschland - bei konstanten Importmengen - rund 40 Prozent weniger für seine Öleinfuhren ausgeben als 2001. Damit würden mehr Investitionsmittel frei.