Opel-Krise: Bochumer Werk auf der Schließungsliste - DER SPIEGEL
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Opel-Krise Bochumer Werk auf der Schließungsliste

Der US-Autokonzern General Motors plant für sein Europageschäft laut einem Pressebericht ein weiter gehendes Sparprogramm als bislang bekannt. Demnach gerät jetzt auch der Opel-Standort Bochum ins Visier der Sanierer.
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Düsseldorf - Kurzfristig wird es nicht zur Schließung des Saab-Werkes im schwedischen Trollhättan oder der Opel-Stammfabrik in Rüsselsheim kommen. Stattdessen rücke das Opel-Werk in Bochum wegen seiner niedrigen Produktivität immer stärker in den Fokus der GM-Manager, berichtet das "Handelsblatt" unter Berufung auf Unternehmenskreise.

In Gewerkschaftskreisen hieß es, das Bochumer Werk könne die Produktion der nächsten Mittelklasse-Modelle von Astra-Kombi und Zafira verlieren und würde damit überflüssig. Betroffen von einer Schließung wären 6000 Beschäftigte.

Bisher war lediglich bekannt, dass General Motors in einer ersten Runde in Europa zwischen 10.000 und 12.000 Arbeitsplätze abbauen will. Der US-Konzern veröffentlicht am Donnerstag sein Ergebnis für das dritte Quartal dieses Jahres. Gleichzeitig sollen Details zum Sanierungsplan für Europa genannt werden.

Die "Financial Times Deutschland" berichtete unter Berufung auf Unternehmenskreise, das Opel-Werk in Bochum solle organisatorisch und rechtlich in drei Bereiche aufgeteilt werden: die Fahrzeugmontage, das Presswerk und die Achsenproduktion. Dieser Schritt schaffe die Voraussetzungen, um zumindest die Montage langfristig schließen zu können. Davon wären allein rund 2000 Arbeitsplätze betroffen.

Zusätzlich könnte die Achsfertigung nach Osteuropa verlagert werden, schrieb die Zeitung. Das Presswerk solle in eine eigenständige GmbH ausgelagert werden und vorerst erhalten bleiben, da hier auch Karosserieteile für die Opel-Werke Rüsselsheim und Eisenach gefertigt würden.

Opel-Betriebsratschef Klaus Franz wollte sich gegenüber SPIEGEL ONLINE zu einer Schließung der Bochumer Dependance nicht äußern. "Angesichts der aktuellen Situation kommentieren wir dies nicht", hieß es.