Pkw-Verkäufe: BMW erleidet Absatzeinbruch - DER SPIEGEL
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Pkw-Verkäufe BMW erleidet Absatzeinbruch

Der Autohersteller BMW hat im April fast ein Viertel weniger Autos verkauft als im Vorjahresmonat. Vor allem auf dem wichtigen US-Markt kriselt es. Volkswagen-Tochter Audi schlug sich dagegen deutlich besser.
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München - Die Autoverkäufe von BMW   sind im vergangenen Monat deutlich zurückgegangen. Die Zahl der weltweit verkauften Fahrzeuge des Konzerns sackte um 23,8 Prozent auf 101.589 ab, wie das Unternehmen am Freitag mitteilte. Von der Kernmarke BMW wurden 84.218 Autos verkauft, das sind 24,6 Prozent weniger als im Vorjahresmonat. Der Absatz der Marke Mini ging um 19,3 Prozent auf 17.320 Wagen zurück. Für das erste Quartal hat der Münchner Autobauer bereits einen Verlust von 55 Millionen Euro gemeldet.

Vor allem auf dem wichtigen US-Markt sind die Einbußen dramatisch. Die Verkaufszahlen lagen um mehr als 40 Prozent unter dem Vorjahreswert. "Die Lage auf den internationalen Automobilmärkten ist unverändert schwierig, auch wenn wir in den ersten vier Monaten 2009 Marktanteile im Premiumsegment hinzugewinnen konnten", sagte BMW-Vertriebsvorstand Ian Robertson. Für 2009 hat der Konzern bisher keine konkrete Absatzprognose abgegeben. Man rechne aber nicht damit, die 1,4 Millionen Fahrzeuge des Vorjahres zu erreichen.

Konkurrent Daimler   hatte am Donnerstag ähnlich schlechte Zahlen gemeldet. In der Pkw-Sparte Mercedes-Benz Cars war der Absatz um 24 Prozent auf 90.900 Autos gesunken. Die Volkswagen-Tochter Audi   hingegen hatte sich im April mit einem Minus von 5,6 Prozent auf 81.923 Fahrzeuge dank neu eingeführter Modelle deutlich besser geschlagen.

Die Deutsche Bank hat das Kursziel für BMW angehoben. Zwar habe der Autobauer das erste Viertel 2009 etwas besser abgeschlossen als erwartet, doch habe das Ergebnis von der Auflösung von Rückstellungen profitiert, schrieb Analyst Jochen Gehrke in einer am Freitag vorgelegten Studie. Es werde bezweifelt, dass der Cashflow weiter so solide sei.

wie/dpa-AFX/Reuters