Pleite-Popking Michael Jackson einigt sich mit Sony
"Yesterday" und "Yellow Submarine" ist der Interpret von "Bad" und "Dirty Diana" offenbar endgültig los: In der Erklärung seines Anwaltes Graham Nelson hieß es: "Jackson hat seine Finanzen mit Unterstützung von Sony umstrukturiert." Zwar wollte ein Jackson-Sprecher in Bahrain, dem derzeitigen Wohnort des eigenwilligen Stars, nicht zu Details äußern auch nicht dazu, ob Jackson seine Beatles-Rechte abgeben muss.
Doch nach Berichten mehrerer US-amerikanischer Zeitungen von gestern, sei genau dies der Deal: Jackson trete die Rechte an 251-Beatles-Liedern und weiteren viel gespielten Popsongs an Sony/ATV ab und erhalte im Gegenzug einen neuen 300 Millionen US-Dollar umfassenden Kredit. Diesen benötigt er dringend zu seiner Umschuldung.
Jackson ließ mitteilen, dass auch die City-Group an der Abmachung beteiligt sei. Dies verleiht dem Umschuldungsszenario zusätzliche Plausibilität. Sowohl ein völliger Verkauf der Rechte als auch eine Veränderung der Anteile an dem Rechtepaket waren von Insidern ins Spiel gebracht worden. Ursprünglich hielten Jackson und die Sony-Tochterfirma jeweils 50 Prozent.
Die drohende Zahlungsunfähigkeit des einstigen King of Pop wurde während des Kindesmissbrauchsprozesses bekannt, der im vergangenen Jahre mit einem Freispruch endete. Vor wenigen Wochen wurde seine Neverland-Ranch geschlossen, weil er die Angestellten nicht mehr bezahlen konnte. In Kalifornien hatte ihm deswegen ein neuerliches Gerichtsverfahren gedroht. Jackson lebt seit seinem Freispruch im vergangenen Jahr in Bahrain.
Michael Jackson hatte selbst im Lauf seiner Karriere weltweit schätzungsweise bis zu 300 Millionen Platten verkauft.
stx/AP/rtr