Prämierte Werbung: Nonnen im Cola-Rausch - DER SPIEGEL
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Prämierte Werbung Nonnen im Cola-Rausch

Sex sells ist das Motto vieler Kampagnen, die mit nackter Haut und langen Beinen schöner Frauen Werbung machen. Dass es auch ohne geht, aber trotzdem raffiniert, zeigt eine Berliner Ausstellung über preisgekrönte Werbung aus vier Jahrzehnten. SPIEGEL ONLINE präsentiert Ausschnitte.
Von Julia Maria Bönisch
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Hamburg - Laut einer Umfrage aus den neunziger Jahren glauben fast die Hälfte aller Kinder, Kühe seien lila. Geschockte Pädagogen der Stiftung Lesen erstellten daraufhin gemeinsam mit der Zentrale für Umweltaufklärung die Broschüre "Kühe sind nicht lila", die mit der Legende aufräumen sollte.

Professionelle Werber waren dagegen begeistert von der Kampagne: Der "Art Directors Club" (ADC) zeichnete die Milka-Kuh 1973 wegen ihres durchschlagenden Erfolgs aus. Der ADC prämiert seit 40 Jahren die besten Werbeideen - der Kreativwettbewerb gilt mittlerweile als wichtigste Veranstaltung der Branche.

Jetzt stellt der Club in einer Ausstellung in Berlin die besten Ideen aus 40 Jahren Werbung vor. Viele wurden wegen ihrer raffinierten Slogans prämiert. So warb zum Beispiel Aral 1970 mit dem Spruch "Tanken Sie einen" für seinen Kraftstoff. Mit dem Slogan "Himmel, Arsch und Zwirn" machte später Mustang für seine Jeans Reklame.

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Vier Jahrzehnte prämierte Werbung: Nonnen im Afri-Rausch

Foto: ADC