Preiskampf: Milchbauern droht Bußgeld bei Boykott - DER SPIEGEL
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Preiskampf Milchbauern droht Bußgeld bei Boykott

Die Milchbauern haben ihre Rechnung ohne das Kartellamt gemacht: Sollten sie erneut für höhere Preise streiken, müssen sie sich auf ein Bußgeld einstellen. Auch der Boykottaufruf im Sommer sei laut Amt nicht berechtigt gewesen.
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Bonn - Dem Bundesverband Deutscher Milchviehhalter (BDM) drohen bei einem erneuten Milchboykott Strafgelder. Wie das Bundeskartellamt am Donnerstag mitteilte, werde unverzüglich ein Bußgeldverfahren eingeleitet, sollte der BDM wie bei dem Milchlieferstopp Mitte des Jahres gegen das Boykottverbot und das Kartellrecht verstoßen.

Die Behörde kritisierte zudem, dass die Höhe des damals vom BDM geforderten Milchmindestpreises nicht so bemessen war, dass die Bauern nur oberhalb des Wertes kostendeckend hätten wirtschaften können.

Ferner wies das Amt darauf hin, dass der geforderte Einheitspreis zu einer flächendeckenden Kartellbildung über alle Marktstufen - also Milchbauern, Molkereien und Handel - geführt hätte. Das hätte eine unzulässige Ausschaltung des Wettbewerbs sowie höhere Verbraucherpreise nach sich gezogen.

Der BDM hatte Mitte des Jahres zu einem Milchboykott aufgerufen, um einen Milchpreis von 43 Cent je Liter durchzusetzen und eine Drosselung der Milchmenge zu erreichen. Zahlreiche Molkereien wurden daraufhin nicht mehr mit Milch beliefert. Teilweise wurde die Anlieferung von Milch auch behindert.

kfi/ddp

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