ProSiebenSat.1 Medienmogul Murdoch will nicht einsteigen
London/New York - Auf die Frage, ob er Pläne habe, ProSiebenSat.1 zu übernehmen, sagte Murdoch in einer Telefonkonferenz: "Nein, überhaupt nicht." Der Name des Eigentümers des Medienkonzerns News Corp. war in Medienberichten genannt worden, in denen es um einen möglichen Verkauf des ProSieben-Konzerns an den Verlag Axel Springer ging.
Springer-Chef Mathias Döpfner habe bei einem Besuch bei Saban in Los Angeles Chancen für eine Übernahme von dessen ProSieben-Mehrheitsanteil sondiert , hatte der SPIEGEL zuvor berichtet. Gerüchten zufolge wollte auch News Corp zwei Milliarden Euro für den Anteil des US-Unternehmers Haim Saban an ProSiebenSat.1 bieten, schrieb die "Börsen-Zeitung".
News Corp steigert Umsatz und Gewinn
Murdochs Medienkonzern News Corp hat im zweiten Quartal und in den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahres seine Gewinne deutlich erhöht. Ausschlaggebend waren hohe Gewinne der Filmsparte mit dem 20th Century Fox-Filmstudio, die unter anderem mit DVD-Hits wie "Day After Tomorrow" aufwartete.
Auch das Kabelfernsehgeschäft lief dank hoher Einschaltquoten beim amerikanischen Nachrichtensender Fox News Channel gut. Die Printmedien in den USA, Australien und Großbritannien legten ebenfalls zu. In den USA gehört die "New York Post" zur News Corp. Dagegen gab es bei der Fernsehsparte Fox Broadcasting zwölf Prozent niedrigere Einschaltquoten und einen höheren operativen Verlust.
News Corp erhöhte den Umsatz in dem am 31. Dezember 2004 beendeten Halbjahresabschnitt von 10,2 Milliarden Dollar auf 11,7 Milliarden Dollar. Der Halbjahresgewinn kletterte von 670 Millionen Dollar auf eine Milliarde Dollar.