Raucherklage: Philip Morris soll Lungentests bezahlen - DER SPIEGEL
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Raucherklage Philip Morris soll Lungentests bezahlen

Einmal mehr haben Raucher den Tabakkonzern Philip Morris in Amerika verklagt. Diesmal soll der Zigarettenhersteller für Vorsorgeuntersuchungen gegen Lungenkrebs aufkommen.
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New York - Vier Langzeitraucher fordern von Philip Morris die Bezahlung einer jährlichen Computertomographie ihrer Lunge. Diese Untersuchungsmethode, mit der Krebs schon im frühesten Stadium erkannt werden kann, sollte allen Rauchern im Alter über 50 Jahre zur Verfügung stehen, heißt es in der Klageschrift, die gestern in New York eingereicht wurde. Die Kosten des einzelnen Tests belaufen sich auf etwa 500 Dollar.

Wie schon in früheren Klagen dieser Art präsentieren sich die Raucher als Opfer einer Werbekampagne, die die Gefahren des Tabakkonsums wissentlich verschleiert habe. Eine regelmäßige Computertomographie könne tausende Leben retten, wenn ein etwaiger Lungenkrebs rechtzeitig erkannt werde, hieß es.

Dies zu ermöglichen, müsse für die Zigarettenhersteller eine moralische ebenso wie eine gesetzliche Pflicht sein, erklärte der Anwalt der vier Kläger, Jerome Block. Die teure Behandlung wird im amerikanischen Gesundheitssystem nicht routinemäßig angeboten und muss privat bezahlt werden.

Philip Morris wird immer wieder von Rauchern verklagt. Erst im Dezember hatte sich der Konzern vor Gericht erfolgreich gegen Schadenersatzansprüche verteidigt. Die Kläger fühlten sich durch die Bezeichnung "leicht" bei der Vermarktung verschiedener Zigarettenmarken in die Irre geführt. Dies hätte suggeriert, dass diese Zigaretten weniger gesundheitsschädlich seien als andere Sorten.

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